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Korkboden ölen

Der Korkboden im Fitnessraum braucht ab und zu geölt zu werden. Das wollte ich nun zu ersten Mal ausprobieren. Erste Erkenntnis: es gibt praktisch kein spezielles Korköl. Ein normales Holzöl ist aber meist auch für Korkböden geeignet. Ich habe mir daher günstiges PNZ Pflegeöl bei eBay besorgt (ca. 7 EUR/Liter). Das Auftragen ging sehr einfach und schnell mit einem leicht benetzten Bodentuch. Der Verbrauch ist minimal: ca. 300 ml für 20 qm. Dann nach 10 Minuten noch einmal mit einem trockenen Bodentuch durchgehen, dabei die Füße in Schuhüberzieher stecken, sonst hat man Öl später im ganzen Haus. So wird das überschüssige Öl verteilt bzw. weggewischt. Ein-zwei Tage trocknen lassen. Fertig. Jetzt überlege ich mir auch unsere Holztreppe einzuölen.

Den Korkboden im Fitnessraum mit einem Tuch ölen
Den Korkboden im Fitnessraum ölen

 

Erstes Blumenbeet

Unser erstes Blumenbeet entstand im Oktober entlang der Garagenwand vom Nachbar. Sie ist genauso verputzt wie unsere Garage, deswegen fühlt sie sich fast wie unsere eigene Wand. Man kann die Ecke eh nicht gut mähen, deswegen habe ich dort unser erstes Blumenbeet von ca. 50×330 cm eingerichtet. Damit der Übergang zum Rasen etwas besser aussieht, habe ich dort schon mal die Betonrandsteine zugeschnitten und eingesteckt. Nächstes Jahr müssen sie natürlich noch einbetoniert werden, sonst wackeln sie und senken sich ab. Den Boden habe ich mit etwas Sand und Gartenerde verbessert. Dann kamen schon mal die ersten Blumenzwiebeln rein, damit es gleich im Frühjahr etwas hübscher wird.

Neues Gerät im Haushalt: Flex mit Diamantenscheibe, um die Steine zu schneiden
Flex u. Diamantenscheibe schneidet die Steine
Boden vorbereiten und Steine setzen
Boden vorbereiten und Steine setzen
Blumenzwiebeln kommen hinterher reihenweise rein
Blumenzwiebeln kommen reihenweise rein

WLAN und dLAN fürs Zuhause

WLAN ist ja heutzutage nichts besonderes. So wundert’s kaum, dass bei uns zu Hause um die 10 drahtlose Netze von den Nachbarn im ganzen Gansdahl II zu sehen sind. Damit die eigene WLAN-Verbindung stabil funktioniert, muss ich gelegentlich auf der Fritzbox im Spitzboden manuell den WLAN-Kanal wechseln. Mit der automatischen Kanalwahl funktioniert’s auf Dauer nicht so toll. Im Moment geht’s mit 802.11g und 802.11n auf Kanal 4 sehr gut, d.h. mein Netbook verbindet sich mit stolzen 150 MBit/s. Im 5 GHz-Band lasse ich die Fritzbox gar nicht senden, diese Kanäle kann eh keins von unseren Geräten nutzen. Und natürlich reduziert bei uns die Fritzbox die WLAN-Sendeleistung dem Bedarf entsprechend und schaltet WLAN nachts sogar ganz ab – beides um Energie zu sparen und unnötigen Elektrosmog zu vermeiden.

Da unser Yello Sparzähler bereits sowieso eine dLAN-Verbindung (Powerline) zur Fritzbox nutzt, ist das Internet bei uns quasi schon in jeder Stromsteckdose drin. Deswegen wollte ich nun unbedingt versuchen, weitere Geräte über dLAN anzuschließen. Das könnte irgendwann im Fitnesskeller z.B. für ein Internetradio interessant sein, da es dort keine Netzwerkdosen gibt und die WLAN-Verbindung im Keller nicht so stabil ist. Der Powerline-Adapter von Yello und der Sparzähler an sich werden vom Devolo Informer als devolo dLAN HS Ethernet erkannt (die Firmware ver. 1.6 lässt sich jedoch leider nicht upgraden). So habe ich mir einen weiteren gebrauchten devolo HS 85 Adapter gekauft und ausprobiert. Für die Netzeinrichtung (mit dem devolo dLAN Configuration Wizard) muss man die Security IDs aller dLAN-Geräte kennen. Beim Sparzähler findet man diese auf der Rückseite des abnehmbaren Kommunikationsteils (in dem auch die Lämpchen sitzen, die die blinkende „Lebenslinie“ zeigen). Dieser Teil ist übrigens nicht verplombt und man kann  ein Netzwerkgerät im Keller direkt dadran anschließen. Ansonsten ist die Einrichtung sehr einfach und mein Zusatzadapter verbindet sich nun über Stromnetz mit dem Router. Je nach Steckdose beträgt die Übertragungsrate bis zu 50 MBit/s (von den möglichen 85 MBit/s). Nett!

Unser WLAN und die Nachbarnetze in der Fritzbox
Unser WLAN und die Nachbarnetze
devolo HS Adapter bringt Internet auch in den Keller
devolo HS Adapter bringt Netz auch in den Keller
Kommunikationsmodul des Sparzählers lässt sich abnehmen
Kommunikationsmodul des Sparzählers
Drei dLAN Geräte in der Übersicht
Drei dLAN Geräte in der Übersicht

Hä? Feuerstättenbescheid?

Heute erreicht mich ein sog. Feuerstättenbescheid – der Höhepunkt vom bürokratischen Irrsinn. Nach zwei Jahren „einfacher“ Schornsteinreinigung durch den Schornsteinfeger zweimal im Jahr, werde ich nun vom selbigen auch schriftlich aufgeklärt, dass ich genau das tun muss. Darüber hinaus ist anscheinend auch eine „Beratung der Betreiber von Festbrennstoffanlagen“ bis Ende 2014 fällig, was auch immer das sein soll. Witzig ist auch, dass diesem Bescheid gleich eine Rechnung über ca. 12 EUR beilag – für den Bescheid eben. Gut, dass wenigstens das Finanzamt für die Ausstellung der Steuerbescheide keine Gebühren erhebt (und diese dann auch noch mit der Mehrwertsteuer aufwertet). 🙂

Zählerstände und Arbeitszahlen fürs zweite Jahr

Schon wieder müssen wir die Zählerstände für Strom (an den Netzbetreiber RNG) und Wasser (an evd) übermitteln. Passende Zeit, um auch im Baublog einen Bericht über unsere Verbräuche der ersten beiden Jahre zu erstatten (jeweils vom 01.11. bis 31.10.).

2009/10 2010/11
Wasserverbrauch, m³ 129 135
davon im Garten, m³ 42 56
Stromverbrauch Haushalt, kWh 2207 1940
Stromverbrauch Wärmepumpe, kWh 2719 2158
Wärmeertrag (nach Vaillant), kWh 8966 7499
Jahresarbeitszahl (ohne Heizpumpe) 4,30 4,47

Wegen der Trockenheit vor allem im Mai haben wir wieder sehr viel Wasser im Garten gebraucht. Im Haushalt haben wir den Stromverbrauch etwas reduziert. Ein Teil dieser Ersparnis geht aufs Konto der ausgebauten externen Heizungpumpe. Am erfreulichsten ist die Verbesserung der Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe, die sich sicherlich auch wegen der ausgebauten hydraulischen Weiche eingestellt hat. Trotz weniger Heizen im zweiten Jahr (bedeutet einen größeren Anteil der Wärme fürs Warmwasser, wo die COPs deutlich niedriger sind), hat sich die Jahresarbeitszahl deutlich verbessert. Dazu kommt noch, dass wir im ersten Jahr über einen Monat lang (bis zum Einzug am 09.12.2009) so gut wie keinen Warmwasserverbrauch hatten. Sonst wäre die Jahresarbeitszahl unserer Vaillant Geotherm VWS Wärmepumpe im ersten Jahr noch schlechter. Zu dieser sehr guten Jahresarbeitszahl muss man sagen, dass sie nach dem internen Wärmezähler von Vaillant VWS berechnet wurde. Nach den externen Wärmemengenzählern für Heizung und Warmwasser beträgt diese nur 4,09. Die Abweichung von rund 10% bei den Messungen des Wärmeertrags kann ich mir schlecht erklären, sie ist aber im Internet schon bekannt.

Auch nach Vaillant gut sichtbar: wir habe weniger geheizt in 2011
Auch nach Vaillant: weniger geheizt in 2011

 

Erdwärmepumpe startet in die Heizsaison

Im Oktober beginnt bei uns die Heizsaison. Die Wärmepumpe läuft nicht mehr 1-2 mal am Tag nur fürs Warmwasser, sondern brummt auch in der Nacht ein paarmal. Die Abschalttemperatur setze ich in den Einstellungen von meiner Vaillant VWS für den Winter von 12° auf 15°C hoch. Sonst wird es irgendwann zu kalt im Haus, wenn die Tagestemperatur knapp unter 15 Grad pendelt und die Wärmepumpe nicht heizt.

Die Soletemperaturen liegen jetzt bei sehr guten 9-10°C am Ende des Heizzyklus. Ich bin gespannt wie sich das im Winter entwickelt, da bei uns in der Straße noch einige andere Erdwärmepumpen mit Erdsonden in Betrieb gehen. Eine kleine Beeinflussung durch die Wärmeentnahmen anderer Sonden ist nie auszuschließen, obwohl es nach dem Schweizer Wärmepumpenwiki ab 10 Meter Abstand keine Beeinträchtigung messbar ist. Die deutsche VDI-Richtlinie 4640 spricht sogar von nur 5-6 Meter Abstand, die mindestens eingehalten werden sollen.

Je nach Außentemperaturentwicklung und Sonneneinstrahlung läuft die Wärmepumpe in dieser Übergangszeit 1 bis 9 mal am Tag. Wenn es kälter wird, stabilisiert sich das erfahrungsgemäß auf 10-11 Starts. Wegen guter Soletemperaturen und niedriger Vorlauftemperaturen (=geringer Hub erforderlich) sind die aktuellen Tagesarbeitszahlen der Wärmepumpe sehr gut und liegen (ohne Berücksichtigung der Warmwasserzubereitung) jenseits von 5,5. Mit Warmwasser immer noch bei guten 4,5.

Sehr gute Soleeintritttemperatur im Herbst
Sehr guter Soleeintritt im Herbst

 

Rasenpflege im Herbst

Trotz warmer Tagestemperaturen wächst der Rasen ab Anfang Oktober nicht mehr viel. Der letzte Rasenschnitt war dieses Jahr wohl am 14. Oktober. Durch die letzte Heckenpflanzung musste der Rasen einiges an Schubkarrenläufen aushalten, sieht aber immer noch gut aus. Positiv: Jeder, der unseren Rasen betritt, wundert sich darüber, wie dicht er ist. Da hoffen wir, dass es trotz kleiner Problemchen mit zu trockenen (unter den Dachüberständen) und zu nassen (hinten an der Hecke) Stellen weiterhin so bleibt.

Damit der Rasen nicht aushungert in den Winterschlaf geschickt wird, kam auch dieses Jahr Herbstdünger drauf – 10 kg vom günstigen mineralisch-organischen Noname-Dünger von hagebau und die Reste vom organischen Neudorff-Herbstdünger vom letzten Jahr. Der Streuwagen von Gardena kann mit dem billigen Dünger besser umgehen (keine chronische Verstopfung durch Staub) und verrostet hoffentlich nicht so schnell wie unser erster Streuwagen. Richtig gut ist der Streuwagen Gardena Classic 300 aus vielen Gründen dennoch nicht. Man kann ihn überhaupt nicht stehen lassen, denn er kippt um. Und mit dem wackeligen Griff kann man ihn nur schlecht steuern, ein Bügel wäre viel praktischer. Nach der guten Erfahrung aus dem letzten Jahr haben wir im Rasen zwei neue Krokusfelder ja ca. 50 Zwiebeln angelegt.

Kalihaltiger Rasendünger für den Herbst
Kalihaltiger Rasendünger für den Herbst
Neue Blumenzwiebeln für Krokusse gesetzt
Neue Blumenzwiebeln für Krokusse gesetzt

Kirschlorbeerhecke wird komplett

Während unser Kirschlorbeer weiterhin (und somit erstaunlich spät) blüht, progressiert der Pilzbefall dank einigen Rückschnittaktionen und Spritzungen von allerlei Fungiziden nicht mehr so stark. Wir haben uns entschlossen, die Hecke noch dieses Jahr entlang des provisorischen Sichtschutzzauns fertigzustellen. So kann die Hecke schon wachsen, bevor der Zaun irgendwann weg soll. Im gleichen Zug sollen vier von den im Frühjahr 2010 gepflanzen Sträuchern am hinteren Rand ausgetauscht werden. Sie waren zwar nicht tot, aber wachsen wollten sie wegen schlechter Untergrundvorbereitung auch nicht.

Wie auch im Frühjahr 2011 habe ich diesmal 29 Löcher (ca. 65 cm Durchmesser und ca. 65 cm tief) ausgehoben bzw. ausheben lassen und sie mit lockerem Erd-Sand-Gemisch (ca. 4:1) aufgefüllt. So können sich die Wurzeln entfalten und die Staunässe bildet sich, wenn überhaupt, eher weiter unten. Staunässe kann auf unserem lehmigen Boden durchaus zum Problem für die Hecke werden. Vor allem im hinteren Grundstücksbereich stand das Wasser nach längeren Regenfällen tagelang in den Löchern.

Wenn die Löcher gemacht und aufgefüllt sind, ist die Pflanzung der Hecke eine relativ einfache Angelegenheit, wenn man davon absieht, dass die Sträucher trotz eines relativ kleinen Ballens sauschwer sind – schätzungsweise 25-30 kg. So ist unsere umlaufende Kirschlorbeerhecke jetzt quasi fertig und besteht aus zwei Abschnitten: 33 Pflanzen vor dem Haus und 43 Pflanzen hinter dem Haus – im Abstand von 70-75 cm. Sie wird zum einen von unserem Haus und zum anderen von der (geplanten) Garage des Nachbarn unterbrochen. Dank unseren Erfahrungen mit der Kirschlorbeerpflege sowie mit allerlei Schädlingen und Krankheiten hoffen wir, dass die Hecke in 2-3 Jahren auch ihre Sichtschutzfunktion voll entfalten kann.

Die Löcher sind mit Sprühfarbe markiert
Die Löcher sind mit Sprühfarbe markiert
Die Erdlöcher für die Hecke entstehen entlang des Rasenrands
Die Erdlöcher für die Hecke entstehen
Vier schwache Sträucher mussten Platz machen
Vier Sträucher mussten Platz machen
Die Kirschlorbeer-Sträucher werden geliefert
Die Kirschlorbeer-Sträucher geliefert
Fertiger neuer Heckenabschnitt zur Straßenseite
Fertiger neuer Heckenabschnitt
Umlaufende junge Kirschlorbeerhecke am provisorischen Zaun
Junge Kirschlorbeerhecke am provisorischen Zaun

Kein Name auf dem Briefkasten

Nach fast 2 Jahren problemloser Postzustellung haben wir vor kurzem eine Nachricht vom Postboten bekommen, dass wir unseren Briefkasten unbedingt mit den Namen beschriften sollen. Ansonsten wäre die Postzustellung absolut nicht erlaubt. Auch wenn sie genau wissen, wer hier wohnt und wer nicht.

Abgesehen davon, dass unser Briefkasten kein Feld für die Namen vorsieht, will ich nicht, dass bei uns sonst wer klingelt oder die Adressdaten sammelt. Deswegen gibt’s bei uns keine Namen am Briefkasten oder an der Türklingel. Das entscheidende Argument ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Keiner darf vorschreiben, dass man seinen Namen auf das eigene Haus schreiben muss. Auch die Deutsche Post nicht. Deswegen lohnt es sich, die Kundenbetreuung der Deutschen Post zu kontaktieren. Nach ein paar E-Mails hin und her, haben sie mir mitgeteilt, dass die Briefzusteller informiert und „auf die örtlichen Besonderheiten hingewiesen“ wurden. Somit kommt unsere Post jetzt ganz offiziell auch ohne unsere Namen auf dem Briefkasten weiterhin gut an.

Die Post kommt auch ohne Namen auf dem Briefkasten an
Die Post kommt auch ohne Namen gut an