Damit unser Schornsteinfeger zum Kehren etwas bequemer aufs Dach kommt, habe ich heute aus den Holzresten vom Dachbodenumbau eine kleine Treppe zum Ausstiegsfenster gebaut. So brauchen wir nicht mehr unsere Klapptreppe in den Spitzboden zu stellen, wenn er kommt.
Heute erreicht mich ein sog. Feuerstättenbescheid – der Höhepunkt vom bürokratischen Irrsinn. Nach zwei Jahren „einfacher“ Schornsteinreinigung durch den Schornsteinfeger zweimal im Jahr, werde ich nun vom selbigen auch schriftlich aufgeklärt, dass ich genau das tun muss. Darüber hinaus ist anscheinend auch eine „Beratung der Betreiber von Festbrennstoffanlagen“ bis Ende 2014 fällig, was auch immer das sein soll. Witzig ist auch, dass diesem Bescheid gleich eine Rechnung über ca. 12 EUR beilag – für den Bescheid eben. Gut, dass wenigstens das Finanzamt für die Ausstellung der Steuerbescheide keine Gebühren erhebt (und diese dann auch noch mit der Mehrwertsteuer aufwertet). 🙂
Schon wieder müssen wir die Zählerstände für Strom (an den Netzbetreiber RNG) und Wasser (an evd) übermitteln. Passende Zeit, um auch im Baublog einen Bericht über unsere Verbräuche der ersten beiden Jahre zu erstatten (jeweils vom 01.11. bis 31.10.).
2009/10
2010/11
Wasserverbrauch, m³
129
135
davon im Garten, m³
42
56
Stromverbrauch Haushalt, kWh
2207
1940
Stromverbrauch Wärmepumpe, kWh
2719
2158
Wärmeertrag (nach Vaillant), kWh
8966
7499
Jahresarbeitszahl (ohne Heizpumpe)
4,30
4,47
Wegen der Trockenheit vor allem im Mai haben wir wieder sehr viel Wasser im Garten gebraucht. Im Haushalt haben wir den Stromverbrauch etwas reduziert. Ein Teil dieser Ersparnis geht aufs Konto der ausgebauten externen Heizungpumpe. Am erfreulichsten ist die Verbesserung der Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe, die sich sicherlich auch wegen der ausgebauten hydraulischen Weiche eingestellt hat. Trotz weniger Heizen im zweiten Jahr (bedeutet einen größeren Anteil der Wärme fürs Warmwasser, wo die COPs deutlich niedriger sind), hat sich die Jahresarbeitszahl deutlich verbessert. Dazu kommt noch, dass wir im ersten Jahr über einen Monat lang (bis zum Einzug am 09.12.2009) so gut wie keinen Warmwasserverbrauch hatten. Sonst wäre die Jahresarbeitszahl unserer Vaillant Geotherm VWS Wärmepumpe im ersten Jahr noch schlechter. Zu dieser sehr guten Jahresarbeitszahl muss man sagen, dass sie nach dem internen Wärmezähler von Vaillant VWS berechnet wurde. Nach den externen Wärmemengenzählern für Heizung und Warmwasser beträgt diese nur 4,09. Die Abweichung von rund 10% bei den Messungen des Wärmeertrags kann ich mir schlecht erklären, sie ist aber im Internet schon bekannt.
Im Oktober beginnt bei uns die Heizsaison. Die Wärmepumpe läuft nicht mehr 1-2 mal am Tag nur fürs Warmwasser, sondern brummt auch in der Nacht ein paarmal. Die Abschalttemperatur setze ich in den Einstellungen von meiner Vaillant VWS für den Winter von 12° auf 15°C hoch. Sonst wird es irgendwann zu kalt im Haus, wenn die Tagestemperatur knapp unter 15 Grad pendelt und die Wärmepumpe nicht heizt.
Die Soletemperaturen liegen jetzt bei sehr guten 9-10°C am Ende des Heizzyklus. Ich bin gespannt wie sich das im Winter entwickelt, da bei uns in der Straße noch einige andere Erdwärmepumpen mit Erdsonden in Betrieb gehen. Eine kleine Beeinflussung durch die Wärmeentnahmen anderer Sonden ist nie auszuschließen, obwohl es nach dem Schweizer Wärmepumpenwiki ab 10 Meter Abstand keine Beeinträchtigung messbar ist. Die deutsche VDI-Richtlinie 4640 spricht sogar von nur 5-6 Meter Abstand, die mindestens eingehalten werden sollen.
Je nach Außentemperaturentwicklung und Sonneneinstrahlung läuft die Wärmepumpe in dieser Übergangszeit 1 bis 9 mal am Tag. Wenn es kälter wird, stabilisiert sich das erfahrungsgemäß auf 10-11 Starts. Wegen guter Soletemperaturen und niedriger Vorlauftemperaturen (=geringer Hub erforderlich) sind die aktuellen Tagesarbeitszahlen der Wärmepumpe sehr gut und liegen (ohne Berücksichtigung der Warmwasserzubereitung) jenseits von 5,5. Mit Warmwasser immer noch bei guten 4,5.
Trotz warmer Tagestemperaturen wächst der Rasen ab Anfang Oktober nicht mehr viel. Der letzte Rasenschnitt war dieses Jahr wohl am 14. Oktober. Durch die letzte Heckenpflanzung musste der Rasen einiges an Schubkarrenläufen aushalten, sieht aber immer noch gut aus. Positiv: Jeder, der unseren Rasen betritt, wundert sich darüber, wie dicht er ist. Da hoffen wir, dass es trotz kleiner Problemchen mit zu trockenen (unter den Dachüberständen) und zu nassen (hinten an der Hecke) Stellen weiterhin so bleibt.
Damit der Rasen nicht aushungert in den Winterschlaf geschickt wird, kam auch dieses Jahr Herbstdünger drauf – 10 kg vom günstigen mineralisch-organischen Noname-Dünger von hagebau und die Reste vom organischen Neudorff-Herbstdünger vom letzten Jahr. Der Streuwagen von Gardena kann mit dem billigen Dünger besser umgehen (keine chronische Verstopfung durch Staub) und verrostet hoffentlich nicht so schnell wie unser erster Streuwagen. Richtig gut ist der Streuwagen Gardena Classic 300 aus vielen Gründen dennoch nicht. Man kann ihn überhaupt nicht stehen lassen, denn er kippt um. Und mit dem wackeligen Griff kann man ihn nur schlecht steuern, ein Bügel wäre viel praktischer. Nach der guten Erfahrung aus dem letzten Jahr haben wir im Rasen zwei neue Krokusfelder ja ca. 50 Zwiebeln angelegt.
Kalihaltiger Rasendünger für den HerbstNeue Blumenzwiebeln für Krokusse gesetzt
Während unser Kirschlorbeer weiterhin (und somit erstaunlich spät) blüht, progressiert der Pilzbefall dank einigen Rückschnittaktionen und Spritzungen von allerlei Fungiziden nicht mehr so stark. Wir haben uns entschlossen, die Hecke noch dieses Jahr entlang des provisorischen Sichtschutzzauns fertigzustellen. So kann die Hecke schon wachsen, bevor der Zaun irgendwann weg soll. Im gleichen Zug sollen vier von den im Frühjahr 2010 gepflanzen Sträuchern am hinteren Rand ausgetauscht werden. Sie waren zwar nicht tot, aber wachsen wollten sie wegen schlechter Untergrundvorbereitung auch nicht.
Wie auch im Frühjahr 2011 habe ich diesmal 29 Löcher (ca. 65 cm Durchmesser und ca. 65 cm tief) ausgehoben bzw. ausheben lassen und sie mit lockerem Erd-Sand-Gemisch (ca. 4:1) aufgefüllt. So können sich die Wurzeln entfalten und die Staunässe bildet sich, wenn überhaupt, eher weiter unten. Staunässe kann auf unserem lehmigen Boden durchaus zum Problem für die Hecke werden. Vor allem im hinteren Grundstücksbereich stand das Wasser nach längeren Regenfällen tagelang in den Löchern.
Wenn die Löcher gemacht und aufgefüllt sind, ist die Pflanzung der Hecke eine relativ einfache Angelegenheit, wenn man davon absieht, dass die Sträucher trotz eines relativ kleinen Ballens sauschwer sind – schätzungsweise 25-30 kg. So ist unsere umlaufende Kirschlorbeerhecke jetzt quasi fertig und besteht aus zwei Abschnitten: 33 Pflanzen vor dem Haus und 43 Pflanzen hinter dem Haus – im Abstand von 70-75 cm. Sie wird zum einen von unserem Haus und zum anderen von der (geplanten) Garage des Nachbarn unterbrochen. Dank unseren Erfahrungen mit der Kirschlorbeerpflege sowie mit allerleiSchädlingen und Krankheiten hoffen wir, dass die Hecke in 2-3 Jahren auch ihre Sichtschutzfunktion voll entfalten kann.
Die Löcher sind mit Sprühfarbe markiertDie Erdlöcher für die Hecke entstehenVier Sträucher mussten Platz machenDie Kirschlorbeer-Sträucher geliefertFertiger neuer HeckenabschnittJunge Kirschlorbeerhecke am provisorischen Zaun
Nach fast 2 Jahren problemloser Postzustellung haben wir vor kurzem eine Nachricht vom Postboten bekommen, dass wir unseren Briefkasten unbedingt mit den Namen beschriften sollen. Ansonsten wäre die Postzustellung absolut nicht erlaubt. Auch wenn sie genau wissen, wer hier wohnt und wer nicht.
Abgesehen davon, dass unser Briefkasten kein Feld für die Namen vorsieht, will ich nicht, dass bei uns sonst wer klingelt oder die Adressdaten sammelt. Deswegen gibt’s bei uns keine Namen am Briefkasten oder an der Türklingel. Das entscheidende Argument ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Keiner darf vorschreiben, dass man seinen Namen auf das eigene Haus schreiben muss. Auch die Deutsche Post nicht. Deswegen lohnt es sich, die Kundenbetreuung der Deutschen Post zu kontaktieren. Nach ein paar E-Mails hin und her, haben sie mir mitgeteilt, dass die Briefzusteller informiert und „auf die örtlichen Besonderheiten hingewiesen“ wurden. Somit kommt unsere Post jetzt ganz offiziell auch ohne unsere Namen auf dem Briefkasten weiterhin gut an.
Gestern kamen die Steine (8-16 mm) für den Kiesrand der Dachbegrünung an und wurden von uns eimerweise aufs Garagendach befördert. Die Abtrennung mit Brettern hat sich gelohnt, der Rand ließ sich sehr einfach aufschütten, dann Bretter raus und fertig ist ein gerader Kiesrand. Bei uns erfüllt der Kiesstreifen keine Drainagefunktion, da die Dränplatten auch unter dem Rand verlegt sind. Der Kiesrand verhindert vor allem, dass das Substrat beim Regen an die Hauswand spritzt. Außerdem wächst die Begrünung am Haus entlang eh nicht so toll, weil dort wegen dem Dachüberstand nur wenig Niederschlagswasser ankommt. Deswegen haben wir den Kiesrand auch nur an der Hausseite aufgeschüttet. Auch um den Kontrollschacht herum kamen Steine drauf, damit es dort nicht zuwächst.
Die Begrünung hat sich seit knapp 2 Monaten nach der Pflanzung sehr gut entwickelt und bildet nun fast überall einen grünen dichten Teppich auf der Garage – ein super Ausblick aus dem Bad übrigens. Es ist nur nicht einfach zu sagen, was von den vielen Pflanzenarten wir dort mit Absicht gesät haben und was Unkraut ist. Ich habe bisher nur die großwüchsigen Unkräuter entfernt. Ich habe gelesen, es wird sich irgendwann diesbezüglich ein natürliches Gleichgewicht einstellen, welches durch die Bodeneigenschaft bedingt ist und nur mit großem Aufwand verändert werden kann. Also schauen wir einfach mal, wie sich das über den Winter und im nächsten Sommer entwickeln wird.
Kiesaufschüttung hinter die AbtrennungKiesrand am Kontrollschacht herumDie Vegetation auf dem Dach nach 2 MonatenFertiger Kiesrand entlang der Hauswand
Ein trockenes und warmes Auto aus der Garage hat uns schon immer sehr gut gefallen. Deswegen versuchen wir vor allem bei kaltem Wetter beide Autos hintereinander in die Garage zu stopfen. Und das gelingt grade so, denn mehr als zwei Golfs (und das ist mit 4,20 m der kürzeste Wagen der Kompaktklasse!) kommen in eine 9-Meter-Garage nicht rein. Und dann bleiben grade 10-15 cm übrig. Und mehr als 9 Meter lang darf man bei uns die Garage nicht bauen. Eine machbare Alternative wäre natürlich, zwei Garagen von beiden Seiten des Hauses, aber dadurch verliert man ein paar Fenster am Haus und ein Stück Flexibilität im Garten.
Um beide Autos möglichst ohne Kratzer an der Stoßstange und abgebrochene Nummernschildhalter in die Garage zu setzen, habe ich an die Wand einen Aufprallschutz aus zwei 50 cm PE-Rohren 18/20 angeschraubt. Sie werden normal im Sanitärbereich als Wärmedämmung eingesetzt, puffern aber auch gut ab, wenn man natürlich nicht zu schnell gegen die Wand fährt. Die passenden Positionen der „Knautschrohre“ kann man durch etwas Ausprobieren schnell herausfinden. Zwischen den Autos dienen zwei an der Decke aufgehängte PE-Rohre 15/20 je 1 Meter Länge als Aufprallschutz. Sie stören beim Rein- und Rausfahren kaum und gehen quasi um das Auto herum.
Auch an den Türkantenschutz haben wir gedacht und die weichen Softy Türschutzleisten 56×15 cm von Friedola aufgeklebt (davor die Wand schnell mit Tapetenwechselgrund grundiert). Es ist schon erstaunlich, dass die Autotüren an allen möglichen Stellen die Wand treffen können, je nachdem welches Auto, Vorder- oder Hintertür und in welchem Abstand von der Wand das Auto grade steht. Hier muss man einfach ausprobieren, in welcher Position die Autotürschutzleiste am besten greift. Unsere Schutzmatten hängen daher auf den ersten Blick wild verteilt an den Wänden. Die Lösungen mit einem schmalen Schutzstreifen funktionieren bei einem 4/5-Türenauto gar nicht.
Wir stellen jetzt auch immer wieder fest, dass die Garagenbreite von 3,50 m eine sehr gute Entscheidung war. Es wäre bei einer massiv gebauten Garage von 3 Metern Breite sehr eng, wenn man auf beiden Seiten aussteigen will. Fertiggaragen mit dünneren Wänden haben sicherlich etwas mehr Platz, dafür aber andere Nachteile.
Aufprallschutz an der Wand vor dem AutoRohre zwischen den Autos und TürschutzleistenDeckenbefestigung der Hängerohre
Nach dem Raupenbefall sieht der Kirschlorbeer dank gutem Dünger im Sommer trotzdem kräftig grün aus und blüht wieder. Aber die Freude über wenig Schrottschusskrankheit in diesem Jahr hielt nicht lange. Seit etwa Mitte September ist unser Kirschlorbeer massiv von irgendeinem Pilz befallen, der die Blätter der jungen Triebe von den Rändern an angreift sowie braun und brüchig macht. Um der Verbreitung entgegenzuwirken, habe ich alle betroffenen Triebe abgeschnitten und entsorgt. Somit ist die Hälfte vom jährlichen Zuwachs dieses Jahr schon mal weg, der Herbstschnitt fällt aus. Dann habe ich noch zwei Behandlungen (im Abstand von 10 Tagen) mit 1% Neudorff Pilzfrei gemacht. Dank dem trockenen Wetter verbreitet sich die Krankheit jetzt nicht mehr so stark, auch die älteren Blätter sehen ok aus.
Herbstblüte beim KirschlorbeerEin Pilz greift die jungen Blätter an
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