Nach einer Woche ist es Zeit, den ersten Eindruck vom Leben im neuen Haus zu schildern. Positiv fällt auf:
Nach 2-3 Tagen fühlten wir uns trotz Kartonbergen schon komplett wie zu Hause.
Die Heizung läuft im Standardprogramm auch bei Minustemperaturen, so dass es im Haus immer 19-20° warm ist.
Warmwasser gibt’s auch genug. Solange keine Duschkabine da ist, müssen wir nach dem Duschen das Wasser aus dem Bad halt zum Bodenabfluss schieben.
SAT und DSL funktionieren einwandfrei.
Die Breite der Küchenzeile passt perfekt auf ein Standardmaß von 330 cm. (Daran wir bei der Planung nicht so genau gedacht.)
Man gewöhnt sich halt an alles. Es zeigt sich aber langsam, an was wir noch nicht gedacht haben:
Wo trocknen wir unsere Wäsche ohne Balkon?
Die Farbe der Steckdosen in einigen Zimmern hätten wir uns besser anders überlegt.
Die Platzierung der Wechselschalter im Treppenhaus ist gewöhnungsbedürftig.
Wie kriegen wir im Keller schnell eine Hebeanlage für die Waschmaschine installiert?
Wie lüften wir effizient, ohne dabei selbst keinen Zug zu bekommen und krank zu werden?
Ohne Zirkulationsleitung kommt das Warmwasser doch etwas zu langsam oben im Bad an.
Wie kriegen wir den restlichen Baustaub aus dem Haus und vor allem aus dem Keller, wo keine Bodenbeläge gibt?
Das Leben auf zwei Ebenen soll geübt werden, sonst rennt man nur noch hoch und runter. Zumindest solange man keine Ordnung hat.
Parallel arbeitet unser Anwalt mit HHB Massivbau, die anscheinend immer noch versucht die Sache auszusitzen, anstatt die offenen Punkte abzuarbeiten. Und davon haben wir noch ca. 32 Stück. Vor allem es fehlen noch zahlreiche Unterlagen und Nachweise, z.B. die vertraglich zugesicherte Gewährleistungsbürgschaft ist so ausgestellt, dass sie unwirksam ist; die Ausführungsplanung fehlt komplett; das Original der Wärmeschutzberechnung fehlt etc. Aber auch bei offensichtlichen Mängeln, z.B. bei zementverschmutzten Türflügeln oder mit Silikon zugeschmierten Außenfensterbänken, hat sich nicht viel getan. Na gut, unser Rechtsanwalt wird wohl nicht arbeitslos.
[Update 18.03.2010] Auf Verlangen der Anwälte von HHB Massivbau GmbH mache ich es deutlicher: alle von mir in diesem Baublog geäußerten Meinungen und insb. meine Bewertung der Bauqualität und der Baumängel sind lediglich meine subjektiven Auffassungen.[/Update]
Gestern und heute ging es mit der Firma Hasani an die Gestaltung der Außenanlage. Die Einfahrt und der künftige Garagenplatz sowie Terrassenfläche wurden aufgeschüttet und verdichtet. Auf die Einfahrtfläche kam feiner runder Kies drauf. Außerdem wurden der Traufstreifen (Spritzschutz) sowie der Eingangspodest angefangen. Wie haben uns für einfache Granitblockstufen mit Granitpflasterfüllung entschieden. Wir brauchen ja nur eine Stufe, denn die Straße wird bei uns noch 30 cm höher ausgebaut. In die Mitte wird ein Schuhabstreiferkasten einbetoniert. Firma Hasani war wie immer mit bester Beratung und sehr professionell am Werk.
Feine Arbeit mit schwerem Gerät direkt am FensterHolzterrasse kann verlegt werdenJetzt kann man die Autos hier parkenPodest und Spritzschutz noch ohne Füllung
Nachdem der Trocknbauer am Dienstag die obligatorische feuerfeste F90-Abkofferung des Rauchrohrbogens fertiggestellt hatte, wurde heute unser lang erwartete Skantherm Emotion S Kaminofen von Kaminofencentrum Hartmann aus Mönchengladbach geliefert. Der Ofen ist superklein und einfach zum Knuddeln geil designed. Die Nennleistung ist nur 4 kW und der Oberteil lässt sich drehen. Bei der mittigen Position kann der Ofen je nach Bedarf der einen oder anderen Zimmerseite zugewendet werden. Natürlich ist unser Kaminofen mehr für die Gemütlichkeit da, als zum Heizen. Aber bei Kälteeinbruch, oder wenn die Fußbodenheizung mal abgeschaltet war, kommt man mit dem Kamin schneller zur kuschleigen Wärme.
Holz und Kaminbesteck sind schnell besorgt. Es fehlt nur noch die Abnahme durch den Schornsteinfeger. Aber da alles mit ihm genauestens abgestimmt war, soll das nur noch eine Formalie werden. Dann heißt es: Feuer frei!
Nicht schön, aber ein Muss: die F90-AbkofferungDas ist er endlich: unser Skantherm Emotion S
Nach nur 2 Tagen Breitbandverzicht, hat 1&1 heute wie geplant den Komplettanschluss geschaltet. Wir mussten den ganzen Tag auf den Telekom-Techniker warten, der die Telefondose freundlicherweise aber gleich im Spitzboden gelegt hat. Ein Telefonkabel zum Keller hatten wir ja schon parat. Jetzt geht bei uns zu Hause wieder die volle Bandbreite von knapp 16 Mbit/s. Nur die Fritzbox musste ich zwei Stunden lang komplett neu konfigurieren, da ansonsten erstmal kein VoIP ging. Dafür habe ich festgestellt, dass ISDN wunderbar ohne jegliche Adapter über CAT-Verkabelung geht, so dass die geplante Internet-Zentrale im Spitzboden problemlos in Betrieb gehen konnte. Der WLAN-Empfang ist trotz zwei Betondecken sogar im Keller gut.
Vorgestern sind wir eingezogen. Das Umzugsunternehmen Bartels hat alles, was wir zerlegt und verpackt haben, in zwei Fahrten absolut profesionel verladen, gefahren und zimmerweise ins Haus verteilt. Dann haben wir angefangen, auszupacken und zu montieren. Wir haben uns in Dormagen angemeldet, die Mülltonnen bestellt und bei Roller zwei Betten für Gästezimmer geholt. Im Moment steht noch alles über Kopf, ist voller Staub und man findet nix, aber das wird schon!
Karton für Karton kommt das Umzugsgut rein
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