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Kellerzugang beim Massivhaus: Stahltreppe oder Betonlösung?

Wer beim Massivhaus einen Kellerzugang plant, steht früh vor einer grundlegenden Entscheidung: Betontreppe oder Stahlkonstruktion? Der Kellerzugang beim Massivhaus ist kein Detail am Rande, sondern ein Gewerk, das Statik, Raumplanung, Nutzungskomfort und Baukosten gleichermaßen berührt. Beide Lösungen haben ihre Berechtigung, und welche besser passt, hängt von Faktoren ab wie verfügbarem Platzbedarf, Tragwerksanforderungen, Nutzungsintensität und gestalterischen Vorstellungen. Gerade weil Keller im Massivbau häufig als Technik-, Lager- oder Wohnraum genutzt werden, lohnt es sich, beide Varianten sorgfältig gegenüberzustellen. Dieser Artikel analysiert die wesentlichen Unterschiede, beleuchtet Stärken und Schwächen jeder Lösung und gibt Bauherren eine fundierte Orientierung an die Hand.

Was beim Kellerzugang im Massivhaus verglichen wird

Der Kellerzugang verbindet Erdgeschoss und Untergeschoss und muss dabei statischen, brandschutztechnischen und ergonomischen Anforderungen genügen. Im Massivhausbau kommen vor allem zwei Konstruktionsarten infrage: die monolithische Betontreppe, die direkt mit dem Rohbau verschränkt ist, sowie Stahltreppen in verschiedenen Ausführungen, darunter gerade Läufe, Winkeltreppen oder kompaktere Varianten wie eine platzsparende Spindeltreppe, die sich besonders bei beengten Verhältnissen bewährt. Beide Varianten unterscheiden sich grundlegend in Einbauaufwand, Flexibilität, Kosten und Langlebigkeit.

Betontreppe: die monolithische Lösung

Vorteile der Betontreppe im Massivbau

Die Betontreppe gilt im Massivhausbau als die klassische, robuste Lösung. Sie wird direkt im Rohbau eingeplant und entsteht entweder als Ortbetontreppe oder als vorgefertigtes Fertigteil. Ihre Stärken liegen in der hohen Traglast, der sehr langen Lebensdauer und der massiven Erscheinung, die gut zum Gesamtcharakter eines Massivhauses passt. Betonoberflächen lassen sich mit Fliesen, Naturstein oder Belag aus Holz gestalterisch aufwerten, was dem Treppenraum je nach Wunsch ein hochwertiges Finish gibt. Für stark frequentierte Zugänge, etwa wenn der Keller als Wohnraum oder Gemeinschaftsfläche genutzt wird, ist die Betontreppe eine dauerhaft belastbare Wahl.

Nachteile und Einschränkungen

Was die Betontreppe an Robustheit gewinnt, verliert sie an Flexibilität. Sie muss bereits in der Rohbauphase geplant und ausgeführt werden. Nachträgliche Korrekturen sind aufwendig und kostenintensiv. Außerdem benötigt eine Betontreppe verhältnismäßig viel Platz, da Lauflänge, Podeste und Treppenlauf-Geometrie festgelegt sind. In Kellerbereichen mit knappem Grundriss kann das zum Problem werden. Hinzu kommt, dass Ortbetonlösungen Schalungsarbeit, Bewehrung und Aushärtungszeiten erfordern, was den Bauablauf verlängert und die Koordination mit anderen Gewerken erschwert.

Stahltreppe: die flexible Alternative

Stärken von Stahllösungen im Kellerbereich

Stahltreppen bieten ein hohes Maß an gestalterischer und technischer Flexibilität. Sie können als modulare Fertigteile geliefert, einfacher nachgerüstet und bei Bedarf auch wieder versetzt werden. Gerade in Bestandsgebäuden oder bei Kellernachrüstungen spielt das eine wichtige Rolle. Stahl lässt sich in schlanken Konstruktionen realisieren, die weniger Grundrissfläche beanspruchen. Für technische Kellerräume oder Zugänge mit geringer Durchgangshöhe sind Stahltreppen häufig die pragmatischere Wahl. Die Montagezeiten sind im Vergleich zu Betonlösungen deutlich kürzer, was den Baufortschritt nicht bremst.

Grenzen und Schwachstellen

Stahl reagiert empfindlicher auf Feuchte und erfordert in Kellerbereichen entsprechenden Korrosionsschutz. Bei ungünstiger Belüftung oder dauerhafter Nässe können Oberflächen leiden, wenn sie nicht fachgerecht beschichtet oder verzinkt sind. Offene Stahlgitterkonstruktionen können zudem als laut wahrgenommen werden, vor allem bei Trittgeräuschen. Auch optisch setzen sie sich deutlich vom Massivhauscharakter ab, was in repräsentativen Kellerräumen wie Weinkellern oder ausgebautem Wohnraum weniger erwünscht ist. Schließlich ist die thermische Brückenwirkung bei Stahlanschlüssen an Betondecken ein bauphysikalischer Aspekt, der bei der Detailplanung berücksichtigt werden muss.

Vergleich auf einen Blick

Merkmal Betontreppe Stahltreppe
Einbauphase Rohbau, nicht nachrüstbar Flexibel, auch nachträglich
Platzbedarf Hoch Gering bis mittel
Tragfähigkeit Sehr hoch Je nach Konstruktion hoch
Lebensdauer Sehr lang Lang (mit Korrosionsschutz)
Gestaltung Klassisch, vielschichtig Modern, industriell
Kosten Mittel bis hoch Variabel, oft günstiger
Lärmverhalten Gedämpft Trittgeräusche möglich
Feuchteresistenz Sehr gut Erfordert Schutzmaßnahmen
Bauzeit Länger Kürzer

 

Empfehlung: Welche Lösung passt wann?

Wer von Anfang an plant, den Keller intensiv zu nutzen, etwa als Wohnfläche, Hobbyraum oder repräsentative Lagerfläche, ist mit einer Betontreppe langfristig gut beraten. Sie fügt sich nahtlos in den Massivbau ein, hält Jahrzehnte ohne nennenswerten Unterhalt und lässt sich hochwertig gestalten. Die höhere Planungsfrühzeitigkeit und der größere Platzbedarf müssen dabei bewusst eingeplant werden.

Für technische Kellerbereiche, Nachrüstsituationen oder Grundrisse mit engen Platzverhältnissen ist eine Stahllösung die rationellere Wahl. Sie lässt sich schneller realisieren, kostet in vielen Ausführungen weniger und bietet mehr Anpassungsmöglichkeiten. Wer zusätzlich auf eine besonders kompakte Konstruktion angewiesen ist, findet in verschiedenen Stahltreppenvarianten passende Antworten auf unterschiedliche Raumsituationen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, beide Optionen bereits in der Entwurfsphase mit dem Architekten und dem Statiker abzustimmen, da Kellerzugänge eng mit Rohdecken, Öffnungsmaßen und Brandschutznachweisen verknüpft sind. Eine nachträgliche Umplanung kostet in jedem Fall mehr als eine vorausschauende Entscheidung im frühen Planungsstadium.

Planung und Ausführung des Kellereingangs im Massivbau

Strukturelle Anforderungen an den Zugang

Wer beim Bau eines Massivhauses einen Keller einplant, steht vor der Frage, wie der Kellerzugang im Massivhaus bautechnisch korrekt umgesetzt wird. Die tragenden Wände und die Bodenplatte müssen dabei so dimensioniert sein, dass der Durchbruch für den Zugang die Statik des gesamten Gebäudes nicht beeinträchtigt. Ein Tragwerksplaner berechnet in der Regel die notwendigen Stürze und Unterzüge, die das Gewicht der darüberliegenden Konstruktion sicher ableiten. Massivhäuser aus Stahlbeton oder Mauerwerk stellen dabei besondere Anforderungen an die Lage und Breite des Eingangsbereichs. Je früher diese Details in der Entwurfsphase festgelegt werden, desto geringer ist der spätere Planungsaufwand.

Materialwahl und Abdichtungskonzepte

Der Zugang zum Keller eines Massivhauses muss dauerhaft gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt werden. Fachplaner empfehlen mehrlagige Abdichtungssysteme, die sowohl die Bodenplatte als auch die angrenzenden Wände einschließen. Türelemente aus Stahl oder beschichtetem Holz werden häufig eingesetzt, da sie den mechanischen Belastungen und dem Raumklima standhalten. Dichtungsebenen aus Bitumenbahnen oder Mineraldichtschlämmen bilden gemeinsam mit dem Mauerwerk eine zuverlässige Barriere gegen Kapillarwasser. Moderne Dämmsysteme reduzieren zudem Wärmebrücken im Bereich des Übergangs vom beheizten Keller zum Erdreich erheblich.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine Stahltreppe im Keller eines Massivhauses nachträglich eingebaut werden?

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Stahltreppen lassen sich auch nach Fertigstellung des Rohbaus einbauen, sofern die notwendige Deckenöffnung vorhanden ist oder nachträglich hergestellt werden kann. Die Montage ist deutlich weniger aufwendig als bei einer Betontreppe, die immer in der Rohbauphase errichtet werden muss.

Welche Treppenlösung ist im Keller dauerhafter?

Betonlösungen sind in der Regel wartungsärmer und langlebiger, da sie keine Korrosionsschutzmaßnahmen benötigen. Stahltreppen erfordern bei dauerhafter Kellerfeuchte regelmäßige Kontrolle der Beschichtung. Mit entsprechendem Schutz, etwa durch Feuerverzinkung, können Stahltreppen jedoch ebenfalls sehr langlebig sein.

Welche Variante eignet sich bei sehr wenig Platz am besten?

Bei stark begrenztem Grundriss sind kompakte Stahltreppen klar im Vorteil. Sie lassen sich in schmaleren Ausführungen realisieren und benötigen weniger Lauflänge als klassische Betonlösungen. Vor allem für technische Zugänge oder Kellerabstiege mit geringer Frequenz bietet Stahl hier die größere Planungsfreiheit.

Ärger mit Zaun von Camas GmbH

Vor allem zur Absicherung des Pools gegen ungebetene oder unfreiwillige Badegäste wollten wir dieses Jahr einen geschlossenen Metallzaun errichten. Dabei müssen wir erstmal nur die Seite zu einem Nachbar von ca. 7,50 lfm schließen und zwischen unserem Haus und der künftigen Nachbargarage ein Stück von 3,40 lfm inkl. ein Tor überbrücken. Andere Parameter waren schnell abgestimmt: Höhe 1,60 m, Farbe anthrazit, schwere Doppelstabmatten 8/6/8 mm, sicherheitshalber keine Überstände nach oben. Die Preise fürs Zaunmaterial inkl. Transport variieren bei verschiedenen Lieferanten nicht so stark. Nur die Preise für Tore sind unverschämt hoch. Wir haben uns für Camas entschieden. Die Beratung per E-Mail war nicht immer eindeutig, aber schnell. Die Lieferung erfolgte schnell und unkompliziert gegen Barzahlung. Nur zum Entladen muss man selbst dabei sein und helfen. Das ist leider bei den meisten Zaunfirmen so.

Die Löcher sind mit einem Erdbohrer und einem Spaten sehr schnell ausgehoben. Ich habe mich für die Aufstellung der Zaunsektionen mit vormontierten Matten entschieden, wie in diesem Video gezeigt. So sind die Pfosten garantiert im richtigen Abstand und parallel aufgestellt. Man muss nur nach jeder Sektion warten, bis der Beton abbindet. Bei den schweren Torpfosten musste ich lange tüfteln, bis sie in allen Dimensionen ausgerichtet und im richtigen Abstand fixiert sind. Wir haben den Ruck-Zuck-Beton vom Bauhaus genommen, der nicht gerührt werden braucht. Einfach ins Loch lagenweisen trocken reinschütten und Wasser drüber. Nur die richtige Wassermenge ist ziemlich ungewiss, stellenweise ist es etwas flüssig geworden.

Der Zwischenstand: Drei Sektionen zur Nachbarseite stehen, der Rest ist ersmal provisorisch mit Holzzaun abgedeckt. Bei der Querverbindung musste ich eine Doppelstabmatte in zwei Stücke teilen. Mit einer Flex geht das wirklich schnell. Die Schnittkanten habe ich mit Zinkspray behandelt und dann drüberlackiert. Das Industrietor vom Camas ist aufgehängt, passt aber von der Höhe überhaupt nicht zum Türanschlag am Pfosten. Es müsste ein anderer Torflügel sein, oder eine andere Anschlagsleiste in der anderen Höhe, damit es passt. Erschwerend kommt dazu, dass anscheinend gar keine Montageanleitung für das teure Industrie-Tor existiert. Ich warte, was Camas dazu sagt.

[Update] Firma Camas hat leider wenig Verständnis für die entstandenen Probleme gezeigt und hat sich in den gelieferten Erklärungsversuchen m.E. ordentlich verzettelt. Nach einigem Hin-und-Her habe ich das Tor von einem Schlosser fixen lassen und die Firma Camas auf die Kosten der Nachbesserung mit einem Anwalt verklagt. Ich weiß gar nicht, warum das Verfahren vor dem Amtsgericht Castrop-Rauxel überhaupt gelandet ist, aber der Richter hat in der mündlichen Verhandlung deutlich gemacht, dass er nicht überzeugt ist, dass da überhaupt ein Sachmangel vorliegt. Deswegen habe ich die Klage zurückgenommen, um unnötige Kosten zu sparen. Wenn nun jemand mit einem Camas-Tor selbst ausprobieren will, bin ich auf Erfahrungen gespannt. Empfehlen kann ich es nicht. [/Update]

Erdlöcher für die Pfosten sind vorgebohrt
Erdlöcher für die Pfosten sind vorgebohrt
Unten bleibt der Pfosten frei, damit Kondenswasser ablaufen kann
Steine unten, damit das Wasser ablaufen kann
An diesen zwei musste ich die Fundamente einschalen
An diesen zwei musste ich die Fundamente einschalen
Drei Zaun-Sektionen aufgestellt und einbetoniert
Drei Zaun-Sektionen aufgestellt und einbetoniert
Die schweren Torpfosten sind tricky auszurichten
Die schweren Torpfosten sind tricky auszurichten
Doppelstabzaun mit einer Flex schneiden
Doppelstabzaun mit einer Flex schneiden
Schnittkanten mit Zinkspray als Rostschutz nachbehandelt
Schnittkanten mit Zinkspray nachbehandelt
Das Camas-Tor ist aufgehängt, passt aber nicht
Das Camas-Industrietor ist aufgehängt, passt aber nicht
Die 180° Beschläge am Tor nach Gefühl montiert
Die 180° Beschläge am Tor nach Gefühl montiert

Bodenplatte fürs Technikhäuschen und andere Vorbereitungen

Die Pool-Verfüllung ist vor dem Vatertag soweit fortgeschritten, dass der Leitungsgraben komplett geschlossen und die Baugrube auf 30 cm bis Oberkante mit Kies gefüllt ist. So fehlt hier jetzt nur noch der Mutterboden, den kann man jetzt aber auch nach dem Wassereinlassen auftragen. Es war daher an der Zeit, die Bodenplatte fürs Technikhäuschen vorzubereiten. Die Einschalung und Betonierarbeiten mit dem Anmischen im Eimer waren Neuland für mich, es ist aber alles in 3 Tagen ziemlich gut gelaufen. Das Schlimmste waren die 40-kg-Betonestrichsäcke, von denen ich fast 7 Stück verbraucht habe. Die armierte Bodenplatte ist ca. 130x100x10 cm geworden und hat ca. 25 cm tiefe Ränder, damit die Sandfüllung nicht ausläuft. Die Technik kann also aufgestellt und angeschlossen werden. Danach baue ich noch ein Holzhäuschen drumrum. Der Pool hat jetzt auch ein Zelt obendrauf bekommen, damit er nicht wieder vom Regenwasser geflutet wird, und die Spachtelmasse, die wir am Wocheende auf die Innenwände auftragen werden, unter der Sonnenhitze nicht von den Wänden fällt.

Erdarbeiten rund um den Pool weit fortgeschritten
Erdarbeiten rund um den Pool weit fortgeschritten
Einschalung für die Bodenplatte des Häuschen
Einschalung für die Bodenplatte des Häuschen
Bewehrung vorbereitet für die Betonfüllung
Bewehrung vorbereitet für die Betonfüllung
Beton im Eimer anrührer und gießen
Beton im Eimer anrührer und gießen
Bodenplatte bereit für die Pooltechnik
Bodenplatte bereit für die Pooltechnik
Der Pool bekommt ein Zelt obendrauf
Der Pool bekommt ein Zelt obendrauf

Der Poolrohbau wird fertig

Diese Woche wurde der Rohbau für den Pool langsam fertig. Die letzte Reihe wurde dank U-Steinen, die dreifach mit 10mm-Betoneisen ausgelegt und betoniert wurden, zum Ringanker. Draußen wurde ein Schacht mit Belüftungsrohren für die künftige Gegenstromanlage angebaut. Und auf der Innenseite wurde eine Treppe gemauert. Das ist laut unserem Poolbauer auch fast das wichtigste am Pool, dass man sich im Wasser hinsetzen kann. Verbaut wurden für die Wände und Treppe insg. 466 Betonsteine, 100 U-Steine, 72 lfm Betoneisen, 66 Sack Zementmörtel und 45 Sack Estrichbeton!

Am Ende hatten wir ein paar Reststeine und Paletten, jede Menge Dreck und Müll im Poolbecken. Wegen dem starken Regen der vergangenen Tage stand das alles noch unter Wasser. Es war keine besonders tolle Arbeit, alles darauszuholen und zu sortieren. Aber am Ende des Tages sah der Pool schon wie ein Pool aus.

Der Ringanker geht oben rum
Der Ringanker geht oben rum und wird betoniert
Hinten wird ein Schacht für GSA angebaut
Hinten wird ein Schacht für GSA angebaut
Die Treppe wird gemauert
Die Treppe wird gemauert mit Löchern nach oben
Becken fertig, aber mit viel Dreck und Wasser
Becken fertig, aber mit viel Dreck und Wasser
Unser Pool nach den ersten Aufräumarbeiten
Unser Pool nach den ersten Aufräumarbeiten

Alternativen fürs Schwimmbadbecken

In der Recherchezeit habe ich mich natürlich gefragt, wie man einen im Erdreich versenkten Pool überhaupt bauen kann. Die Bodenplatte ist klar. Danach gibt’s einige Alternativen:

  • Ein Stahlwandbecken kam mir einfach nicht langlebig genug vor.
  • Ein GFK-Komplettbecken kostet viel, man weiß aber nicht, welche Qualität man bekommt (Stichwort Osmose). Das Risiko war mir zu groß.
  • Massives Becken
    • aus Beton komplett gegossen – teure Schalungsarbeiten, viel Stahl und Beton
    • Sichtbetonplatten mit Betonhinterfüllung – noch mehr Beton, später kaum änderbar
    • aus Schalsteinen mit Betonverfüllung
    • aus Styropor-/ISO-Steinen mit Betonverfüllung
    • aus massiven Steinen gemauert

Ich habe mich auf die letzten beiden Möglichkeiten konzentriert. Kleiner Kostenvergleich vorab: Die für einen 4×8 m Pool benötigten Styroporsteine kosten z.B. bei Pooldoktor ca. 1550 EUR inkl. Fracht, plus 7 m³ Beton ca. 580 EUR, plus Armierungseisen für die Wände ca. 420 EUR plus Betonpumpe mind. 600 EUR. Außerdem sollte ein Styroporpool von innen mit Glasseidenmatte gespachtelt werden, das sind noch mal ca. 250 EUR Materialkosten. Das macht zusammen mind. 3400 EUR brutto nur fürs Material. Die Massiv gemauerten Wände verursachen Kosten für Betonsteine für ca. 1050 EUR, plus Mörtel und Estrich in Säcken für ca. 460 EUR, Armierunggstahl für den Ringanker für ca. 50 EUR und Spachtelmasse für ca. 135 EUR. Das macht zusammen Materialkosten von ca. 1700 EUR brutto.

Natürlicht verursacht der Bau von einem gemauerten Becken einen wesentlich höheren Lohnaufwand. Dieser Unterschied wird jedoch locker aus der Differenz beim Materialaufwand von 1700 EUR kompensiert. Denn auch ein Styroporbecken muss mit den ganzen Einbauteilen sorgfältig aufgebaut, befestigt, armiert und gestützt werden. Außerdem sind Betonkranz und Bodendämmung (als Höhenausgleich) empfehlenswert. Ich habe den Eindruck bekommen, das trotz vieler Angebote für Styroporpools das eher etwas für Bastler wäre, die keine Angst vor Betonpumpe haben. Denn die Aktion kann ziemlich in die Hose gehen, wenn beim Betonieren eine Wand ausbricht. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich in unserer Region nur einen einzigen Poolbauer getroffen habe, der ein Styropolbecken angeboten hat. Und die Kosten waren höher als bei massiven Varianten. Auch die Verkäufer von Styroporpools konnten keinen einzigen Handwerker vermitteln. Außerdem gibt’s Gerüchte, dass in einem Styroporbecken oft Dellen auf der Innenseite und von Mäusen und Ameisen durchwühlte Wände auf der Außenseite gibt. Ob man diesen Gerüchten Glauben schenkt, muss jeder selbst entscheiden. Andererseits spricht man von weniger Wärmeverlusten durch die Dämmung. Jedoch verliert ein Pool nach verschiedenen Angaben 70 bis 90% der Wärme über die Oberfläche und nicht durch die Wände.

Daher fiel die Entscheidung auf ein massives gemauertes Becken. Die Bestellung der Betonsteine endete leider in einem Chaos. Die erste Steinlieferung hatte Nut und Feder auf der falschen Seite und wurde direkt wieder mitgenommen. Die im zweiten Anlauf gelieferten Steine hatten gar keine Nut und Feder. Und so war das gar nicht bestellt. Der Baustoffhändler (Pick Baufachzentrum GmbH) „schimpft“ auf alle: auf das Betonwerk, das angeblich ohne Rücksprache einfach glatte Steine liefert, da es dort die bestellten nicht gab; auf meinen Planer, der Steine einplant, die angeblich in diesem Format mit Nut und Feder gar nicht existieren (was definitiv Quatsch ist, was eine einfache Googlesuche nach Betonstein HBN6 eindeutig zeigt); auf mich, da ich nicht weiß, in welcher Reihenfolge der Händler die Maße der Steine auf dem Angebot notiert hat. Der Zwischenstand in diesem Chaos: Der Baustoffhändler ist zickig (da ich mittlerweile Schadensersatz verlange) und bucht mir trotz meiner Widersprüche gegen die Rechnungen einfach die Kosten für die beiden falschen Steinlieferungen vom Konto ab. Die Korrekturgutschrifen sollen erst kommen. Na dankeschön!

7 Paletten Betonsteine, die ich eigentlich nicht bestellt habe
7 Paletten Betonsteine, die ich nicht bestellt habe

Die Bodenplatte für den Pool entsteht

Ganz egal welcher Pool, ein wesentlicher Aufwandstreiber ist immer die Bodenplatte. In unserem Fall reicht laut Poolbauer eine 15 cm starke, einfach bewehrte Bodenplatte. Sie soll nur möglichst glatt abgezogen werden, da sie nach der Folienauskleidung direkt den Poolboden bildet. Verputzt wird nichts, höchstens gespachtelt. Die erste große Panne: Die Baugrube war stellenweise nicht tief genug. Und das ist uns erst nach der Einschalung aufgefallen. Die Erdarbeiter mussten schnell anrücken und ein paar Zentimeter Füllkies wieder rauskratzen.

Zahlreiche Telefonate mit dem Baustoffhändler und eine Vor-Ort-Besichtigung vom Betonwerk haben uns die Betonpumpe erspart, da der Betonwagen direkt an die Baugrube ranfahren konnte und durfte. Sonst müsste man zu den 560 EUR für die 6,5 m³ Betonlieferung noch mindestens genausoviel für die 32er-Betonpumpe rechnen. So war ich mit der sogenannten Rohrentladung günstig davongekommen. Drei Tage Aushärtungszeit sind schnell um. Glücklicherweise, ohne dass der Kater mit dem frischen Beton in Berührung kam. 🙂 Und gestern kam die zweite große Panne: Die meisten gelieferten Betonsteine für den Rohbau sind im falschen Format (36,5 x 24 cm statt 24 x 36,5 cm, das heißt: Nut und Feder an der falschen Seite)  und wurden direkt wieder mitgenommen. Jetzt warten wir wieder auf die neue Steinlieferung, bevor es richtig losgehen kann. Die restlichen Baustoffe liegen schon auf der Bodenplatte.

Einschaltung und Bewehrung der Bodenplatte
Einschaltung und Bewehrung
Die Bodenplatte frisch gegossen
Die Bodenplatte frisch gegossen
Die ersten Baustoffe liegen schon bereit
Die ersten Baustoffe liegen schon bereit

 

Bodenplatte der Garage wird gegossen

Gestern wurde die Bodenplatte der Garage gegossen. Die 17,5 cm dicken KLB-Plan-Hohlblöcke sind auch schon da. Auf der Nachbarbaustelle steht die Garage schon im Rohbau. Unsere klemmt sich jetzt also einfach dazwischen. Auch wenn die Fronten versetzt stehen, wollten wir nicht mehr von der Gartenfläche opfern. Außerdem steht die Garage bei uns so hinten schön bündig mit der Terrassenüberdachung.

Mauerer können mit der Garage loslegen
Mauerer können mit der Garage loslegen

Dach drauf!

In den letzten zwei Tagen kamen die Dachziegel von Braas „Harzer Pfanne Big“ drauf. Wir haben uns aus gegen die teuren Tonziegel entschieden. Die antrazitfarbenen Betondachziegel, die bei HHB Massivbau im Standard enthalten sind, halten hoffentlich lang genug für uns und werden nicht zu schnell grün. Die Kehlen wurden mit Blech ausgelegt. Noch sieht die strahlende Kehle mit den dunklen Steinen seltsam aus. In 1-2 Jahren, wenn’s verwittert ist, kann ich das Blech dunkel überstreichen, so die Dachdecker. Die fertigen Kehlelemente aus farbigem Kunststoff hätten sie niemandem empfohlen. Bei den beiden Kehlen haben die Dachdecker die meiste Zeit verbracht. Hier mussten viele Ziegel sauber zugeschnitten werden, während das übrige Dach ausschließlich aus ganzen Stücken besteht.

Die Dacharbeiten sind sehr gefährlich und nichts für Hobbyhandwerker. Über die vorhandenen Gerüste kamen wir aber noch ziemlich nah dran. Als Alternative zum Gerüst werden auch Arbeitsbühnen verwendet. Sie sind aber meist nützlicher, wenn es sich nur um Ausbesserungen handelt.

Der Schornsteinkopf ist auch schon über dem Dach und passend zur Dachfarbe verschindelt. Das Ausstiegsfenster für den Schornsteinfeger und die Trittstufen habe ich nach Rücksprache mit dem Meister zur Gartenseite (über den First vom Schornstein) setzen lassen. So sieht man’s nicht von der Straße. Der Schornstein muss in den nächsten Tagen noch abgenommen werden.

Auch die Regenwasserfallrohre wollten in dem Zusammenhang geplant werden. Bei uns konnten alle Dachflächen über insg. 3 Fallrohre entwässert werden. Die Dachrinnen sind schon dran und sehen echt gut aus! Die echten Fallrohre kommen wohl erst, wenn die Fassade fertig ist.

Der Rohbau ist fertig und jetzt warten wir noch 2 Wochen auf die Fenster, bevor es mit der Fassade und dem Innenausbau weitergeht.

Alle Ziegel müssen erstmal hoch
Alle Dachziegel müssen erstmal hoch
Vorbereitung für die Dachrinnen
Vorbereitung für die Dachrinnen
Jonglierend mit den Dachpfannen
Jonglierend mit den Dachpfannen
Schornsteinkopf steht bereit
Der Schornsteinkopf steht bereit
Die erste Regenprobe für die Dachrinnen
Die erste Regenprobe für die Dachrinnen
Dach, Schornstein, Trittrost fertig
Dach, Schornstein, Standrost fertig

Decke drauf!

In zwei Tagen hat HHB Massivbau die Kellerdecke montiert. Die fertige Filigrandecke wurde mit einem mobilen Baukran entladen und mit Bewehrung ausgelegt und dann mit Beton zugegossen. In der Decke sieht man die Aussparungen fürs Treppenhaus, die zwei Fallrohre für Abwasser und den Schornstein. Bald ist der Keller ja schon fertig. Jedenfalls tropft jetzt nicht mehr alles rein, was an Regen runterkommt. 🙂

Die Fertigteile werden geladen
Die Fertigteile werden geladen
Filigrandecke kommt drauf
Die Filigrandecke kommt drauf
Die Bewehrung kommt drauf
Nun kommt die Bewehrung dazu
Betondecke liegt gegossen
Betondecke liegt fertig unter der Folie