Da ich dieses Jahr keine Stromzählerstände mehr zu melden hatte (der einzige verbleibende Stromzähler macht’s automatisch), habe ich fast verpasst die Verbrauchsstatistiken fürs dritte Jahr in unserem Haus zu ziehen. Und hier sind die Zahlen, wie immer jeweils vom 01.11. bis 31.10.
2009/10
2010/11
2011/12
Wasserverbrauch, m³
129
135
127
davon im Garten, m³
42
56
40
Stromverbrauch Haushalt, kWh
2207
1940
2226
Stromverbrauch Wärmepumpe, kWh
2719
2158
2292
Wärmeertrag (nach Vaillant), kWh
8966
7499
8040
Jahresarbeitszahl (ohne Heizpumpe)
4,30
4,47
4,51
Das Jahr war nicht so trocken, aber durchgängig kälter als das Jahr davor. Man erinnert sich nur an die Frostzeit im Februar. Deswegen musste die Wärmepumpe etwas mehr heizen. Daher kam dabei auch eine marginal bessere Arbeitszahl von 4,51 zustande, mit der man gut zufrieden sein darf. Der Stromverbrauch im Haushalt ist trotz erster LED-Leuchten wieder deutlich (um 15%) gestiegen. Vermutlich zu oft gekocht. 🙂
Nach 3 Monaten harter Übung hat der Kater endlich kapiert, wozu die Katzenhütte gut ist. Jetzt geht er ganz allein nachts durch die chip-gesicherte Katzenklappe in sein Katzenhaus zum Futtern und macht so in der Regel jede Nacht irgendwo durch, ohne uns zu stören.
Damit der Kater auch im Winter in der Hütte nicht friert, habe ich jetzt eine Elektroheizung eingebaut. Nach etwas Recherche habe ich mich für eine selbstgemachte Fußbodenheizung mit auf Alublech geklebten Heizfolien entschieden. Fünf passende Heizfolien 23×33 cm je 15 Watt gab’s bei Conrad. Zwei 1mm-starke Alubleche habe ich mir bei eBay anfertigen lassen. Alles andere war entweder zu teuer oder passte von den Maßen überhaupt nicht. Für eine intelligente Steuerung hab ich mir zwei Bewegungsmelder (via eBay aus China) und einen Temperaturschalter M169 von Kemo zugelegt. Alles natürlich für 12V, damit der Kater keinen Schlag bekommt, selbst wenn er in die Verkabelung beißt (was er normal nicht tut). Zur Ausstattung gehört deswegen auch ein 12V-Netzteil auf 6A, das an der zusätzlich gelegten Steckdose in der Garage hängt.
Der Schaltplan ist relativ komplex geworden. Denn ich wollte, dass die Heizung durchgängig läuft, wenn es sehr kalt wird (unter ca. 5°C in der Hütte). Durch die Dämmung der Hütte und die Garage, entspricht das einer Außentemperatur von vermutlich unter -5°C oder so. Das werde ich mit dem Kemo-Thermostat noch genauer einstellen, wenn es soweit ist. Außerdem soll die Fußbodenheizung etwas laufen, wenn der Kater in der Hütte ist, damit ihm die Pfoten an den Aluplatten nicht frieren. Beide Modi sollen von zwei Glühbirnchen angezeigt werden, die ich in den Rahmen der Katzenklappe draußen eingebaut habe. Durch einen Schalter (den ich noch nicht einbaut habe) kann man das Ganze in den Sommermodus schicken, so dass die Heizung gar nicht läuft und nur ein Kontrolllicht angeht, wenn der Kater in seinem Häuschen ist. Natürlich funktioniert das mit den Bewegungsmeldern nur solange sich der Kater nicht schlafen legt und sich dabei 4 Minuten lang (=maximale Schaltdauer) nicht bewegt. Ansonsten sind die Bewegungsmelder sehr sensibel.
Vier Heizfolien für die Pfotenheizung sind paarweise in Reihe geschaltet und geben insg. 15 Watt Wärme ab – es bleibt abzuwarten, ob das ausreicht. Ansonsten könnte man sie parallel schalten und mit einem 12V-Dimmer herunterregeln. Die fünfte Folie unter den Näpfen heizt (nur bei Frost) volle Kanne mit weiteren 15 Watt. Man muss auch beachten, dass alle Komponenten und Kabel für den relativ hohen Strom (aktuell bis 2,5 A, bei 5 Folien ausbaufähig bis 6,25 A) ausgelegt sind. Deswegen habe ich die Kabelenden mit Wago-Hebelklemmen zusammengeschaltet, obwohl eine Platine mit sinnvoll verteilten Anschlussklemmen sicherlich komfortabler zu verdrahten wäre. Eine kleine Herausforderung war dann, alles in 3 Verteilerkästchen zu verstauen, die genauso wie der Temperaturschalter in die Decke der Hütte integriert wurden.
Der Kater kennt sich jetzt mit der Hütte ausLämpchen in die Katzenklappe einbauenLichter zeigen, was in der Katzenhütte los istHeizfolien werden auf Aluplatten geklebtDie Verkabelung verläuft unsichtbar in der WandDrinnen: Heizplatten und BewegungsmelderSchaltplan der Elektrik für die KatzenhütteSo sieht die Verdrahtung praktisch ausDie Anschlüsse an Strom und die Lämpchen
Der Sommer 2012 verlief bei uns im Garten relativ erfolgreich. Die Kirschlobeer-Hecke hat die durch den Februarfrost angefrorenen Blätter rasch abgeworfen und hat nach der Blüte einen guten Austrieb gehabt. Der massive Raupenbefall wie im Vorsommer ist ausgeblieben. Die einzelnen Raupen, die die Blätter zuklebten, haben wir immer schnell abgesammelt. Auch die vorjährige Pilzkrankheit ist nur sehr lokal aufgetreten und wurde lokal mit Fungisan behandelt. Von der jüngsten Pflanzung sind leider erwartungsgemäß 2 Pflanzen eingegangen und 3 sind ziemlich schwach. Der Rest ist gut angewachsen und steht in der Herbstblüte.
Der im Frühjahr gepflanzte Eukalyptusbaum entwickelt sich ganz gut und treibt immer wieder oben aus. Unter verliert er aber Blätter. Ich dünge ihn noch vorsichtig, damit sich die Wurzeln besser entwickeln.
Die Bambushecke hat einige neue Triebe. Sie ist merkbar dichter geworden, aber leider noch nicht wirklich höher. Da floß im Sommer richtig viel Wasser rein, damit sie auch bei der Hitze nicht austrocknet.
Die Sedumspflanzen der Dachbegrünung haben sich nach Befreiung von Unkraut im Juni und einer weiteren kleineren Unkrautaktion gut ausgebreitet und bilden zur Zeit fast einen lückenlosen Teppich mit nur wenig Unkraut zwischendurch. Die Sedumspflanzen hatten auch schon eine schöne Blütezeit.
Der Rasen wird regelmäßig gedüngt, gemäht und bewässert. Relativ viel Arbeit für den grünen Fleck im Garten! An schattigen Stellen ist der Rasen leider dünner geworden.
Große Sonnenblumen waren ein ErfolgEukalyptus treibt immer wieder ausBambushecke etwas dichter gewordenDachbegrünung so wie sie sein sollSedumspflanzen blühen im JuniAustrieb bei der Hecke im Mai
Obwohl in Deutschland angeblich 2 Millionen Blitze jährlich einschlagen, ist für ein Haus die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz direkt oder indirekt getroffen zu werden, sehr gering. Deswegen wird im privaten Bereich kaum ein Neubau mit einem Blitzschutzsystem ausgestattet. Denn ein richtiges Blitzschutzsystem kostet bei einem Einfamilienhaus schon mal locker 15.000 EUR. Es werden auf einigen Foren riesenlange Diskussionen darüber geführt, ob und wie man die SAT-Anlage erden muss und ob eine geerdete Anlage eher vom Blitz getroffen wird als eine nicht geerdete.
Für mich ist das alles meist Theorie, denn ein sauberes Experiment wird man mit einem Blitz nicht stellen können. Wichtig ist dagegen, was die Gebäude- sowie Hausratversicherung im Schadensfall sagen. Auf eine Anfrage hat meine Versicherung nach langem Hin und Her bestätigt, dass meine SAT-Anlage und die Wetterstation an sich nicht versicherungsrelevant sind, d.h. keine Risikoerhöhung. Vorausgesetzt, sie wurden nach den gesetzlichen Normen installiert. Ein Blick in § 3 LBauO NRW verrät, dass beim Bau von jeglichen Anlagen die anerkannten Regeln der Technik zu beachten sind. Zu diesen gehören fast zweifellos alle DIN-Normen. Und in diesen ist viel, sogar sehr viel zum Thema Erdung und Potentialausgleich bei Antennenanlagen geschrieben.
Einen guten Überblick zum Thema mit Links zu Fachartikeln gibt ein Beitrag auf Netzwelt.de. Lest mal durch! Es wird schnell klar, warum selbst viele Elektromeister diese Normen nicht genau kennen. Ist eure SAT-Schüssel normgerecht geerdet? Die blitzstromfähige Erdung der SAT-Anlage auf dem Dach ist nach den heutigen DIN-Normen ein Muss. Komisch, z.B. dass eine Dachrinne oder eine Abgasrohrhaube dagegen nicht geerdet werden müssen. Für Wetterstationen auf dem Dach habe ich keine besonderen Vorschriften gefunden, aber der Logik nach sollten sie nicht anders zu behandeln sein als die Antennenanlagen.
Bei mir war’s zwar auch so, dass ein 16 mm² Cu Erdungskabel von der Potentialausgleichsschiene im Keller zum Dachboden gelegt war. Das Kabel ist aber erstens dünnadrig, und zweitens (den Fotos nach zu urteilen) meterweise zusammen mit den Stromkabeln verlegt. Somit war das so für die Erdung nach DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) nicht normgerecht. Um ruhig zu schlafen, habe ich mir für ca. 350 EUR eine (hoffentlich) normgerechte Außenerdung mit 16 mm² Kupferkabel massiv und einem 2,5 m Erdungsstab legen lassen. Das Erdungskabel geht draußen teilweise unter den Dachziegeln und senkrecht an der Hauswand entlang direkt zum Erder. So kann der direkte oder induzierte Blitzstrom sowohl von der SAT-Anlage als auch von der Wetterstation besser abfließen und es gäbe im Schadensfall keinen Ärger mit der Versicherung. Es war nicht einfach, einen Elektriker zu finden, der das überhaupt macht. Eine Blitzschutzfirma sagte, alles außer einem vollständigen Blitzschutzsystem ist Käse. Einige SAT-Spezialisten meinten ernsthaft, dass eine private SAT-Anlage gar keine Erdung braucht. Ein anderes Spezialisten-Team wollte mir einen 1,20 m Erderstab verkaufen, das wäre genug so. Für viele Elektriker sind Dacharbeiten ein Hindernis. Aber bei einem Solateur-Team habe ich die kompetenten Fachkräfte dann doch gefunden.
Bei der Gelegenheit habe ich auch den Potentialausgleich der Antennen- sowie aller Netzwerkkabel gemacht. Ein Koax-Erdungsblock und das Patchpanel wurden durch einen 4 mm² Kupferdraht mit dem SAT-Mast verbunden. So kann ein Fehlstrom keinen Stromschlag oder PC-Ausfall verursachen.
2,5 m Erdungsstab in der GrubeErdungsleitung geht an der Hauswand hochErdungsschelle an der Sat-AnlageSat-Kabel angeschlossen am ErdungsblockAnschluss der PA-Kabel an den Sat-MastPatchpanel ist jetzt auch geerdet
Ich habe schon mal geschrieben, dass der Regensensor bei der Wetterstation WH1080 nicht besonders gut ist. Der Fangtrichter ist zu flach, bei etwas Wind bleibt da nicht viel vom Regen drin. Ich habe mich deswegen umgeschaut, wie man einen größeren Regenfänger basteln kann.
Sehr praktisch erwies sich ein KG-Rohr DN160 mit einer Muffe an einem Ende. Ein Plastiktrichter mit Außendurchmesser von 15 cm passt wie angegossen darein und braucht keine weitere Dichtung. Beides gab’s relativ günstig beim Bauhaus. Keine Ahnung wie UV-stabil die Sachen sind, aber man kann ja damit versuchen. Vom Rohr brauche ich genau 27 cm. Der Trichter wird ca. 1,5 cm unter der Verengung gekürzt. Dann habe ich alles provisorisch auf eine OSB-Platte mit Edelstahl-Winkeln und -Schrauben montiert. Die Platte braucht unter der Regenwippe zwei Löcher für den Wasserabfluss sowie ein größeres Loch fürs Kabel. Wenn sich das Ganze bewährt, muss natürlich später statt Holz eine Kunststoffplatte (z.B. ein Schneidebrett) her. Der so umgebaute Regensensor konnte nicht mehr am Dach befestigt werden. Er hat einen guten dezenten Platz auf dem Randstreifen der Dachbegrünung auf der Garage gefunden, in der Nähe der Sendeeinheit der Wetterstation. Man muss ihn natürlich mit der Wasserwage genau ausrichten, was auf der Kiesschicht sehr einfach geht.
Jetzt muss man noch berücksichtigen, dass der neue Regensammler etwas größer ist als der alte und auch dadurch hoffentlich viel genauer. Die Fangfläche des alten Regensensors ist 5×11 cm, also 55 cm². Die neue Fangöffnung ist 15,8 cm im Durchmesser, also 196,06 cm². Wir hätten also flächentechnisch den Faktor 0,2805 mit dem der bisherige Regenertrag zu multiplizieren wäre. Ich habe die Zahl zunächst so als Kalibrierungsparameter RainFactor in die Konfigurationsdatei von Freetz Weather eingegegeben. So wird an die Wetterdienste die korrigierte Regenmenge übertragen. Schade ist nur, dass die Basisstation von WH1080 keine Kalibrierungsmöglichkeit besitzt und entsprechend etwa die 3,5fache Regenmenge anzeigt. Das soll bei WH2080 und WH3080 besser sein: dort kann man angeblich die Kalibrierung auch in der Basisstation einstellen.
Der erste Regen zeigte, dass das ganze grundsätzlich funktioniert. Ich wollte noch herausfinden, wie genau der Regensensor misst. Dafür habe ich ihm paarmal je 196 ml Wasser möglichst langsam reingeschüttet und geschaut, wie viele mm Niederschlag er dabei misst. Es sollten ja jeweils 10 mm Niederschlag rauskommen, tatsächlich hat er im Schnitt nur 6,77 mm gezählt. Die Wippenzähler ist ja nicht perfekt. Möglicherweise war die Wippe durch die ungewöhnlich großen Wassermassen etwas überlaufen. Beim sehr starken Regen wird also immer noch bis zu 30% weniger Niederschlag gezählt. Deswegen habe ich meinen Kalibrierungsfaktor jetzt erstmal auf 0,4143 korrigiert und habe mir vorgenommen, noch ein paar Mess-Experimente zu machen.
[Update 07.06.2014] Jetzt nach fast zwei Jahren habe ich den umgebauten Sensor zum ersten Mal inspiziert und gereinigt. Die Farben haben sich zwar verändert, ansonsten funktioniert alles einwandfrei. Es hat sich an Plastikteilen glücklicherweise nichts verzogen. Auch die Spinnen, die solche Sensoren zum Erliegen bringen können, waren bislang überhaupt kein Problem. [/Update]
[Update 14.03.2015] Im Februar 2015 ging der Reed-Kontakt in der Regenwippe kaputt und der Sensor konnte nichts mehr messen. Nach dem Austausch des Kontaktes geht wieder. [/Update]
Fangrohr und -Trichter werden gekürztDie Regenwippe wird auf OSB-Platte montiertDas KG-Rohr rund um den alten RegensensorDer Trichter sitzt ziemlich fest im RohrFertiger Regensensor auf der Garage
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