Der Kampf für den guten Rasen

Seit dem frühen Frühling versuchen wir aus unseren 230 m² Rasenfläche das beste zu machen. Vom Vertikutieren wird heutzutage verstärkt abgeraten. Dennoch haben wir im März die Rasenfläche abgeharkt und einen großen Haufen trockenes Gras rausgeholt und entsorgt. Schädlich kann es nicht sein. Das richtige Vertikutieren sparen wir uns erstmal. Im April fängt der Rasen an zu wachsen, dann kommt der erste Rasenschnitt, danach gleich die erste Düngung. April und Mai waren sehr trocken, da war sehr viel Beregnung angesagt.

Geschwächt durch die Trockenheit im letzten Jahr und den langen Winter, war der Rasen dieses Jahr stellenweise deutlich weniger dicht. Es bildeten sich ab und zu sogar hier und da kleine kahle Stellen, deren Ursprung nicht ganz klar ist – kann auch stellenweise überdüngt gewesen sein oder einfach eine Katze reingepinkelt. Diese Problemstellen wachsen meist von alleine nach 2-3 Wochen zu, nur einige musste ich mit etwas frischer Gartenerde gemischt mit Rasensamen ausbessern.

Um den Rasen nachhaltig zu verbessern, habe ich ca. alle 4-5 Wochen gedüngt und dabei verschiedene Düngemittel (meist organisch-mineralische) ausprobiert. Der Nachteil von vielen günstigen ist, dass sie nur schlecht granuliert sind und sich ungleichmäßig mit einem Streuwagen verteilen lassen. Der Wagen wird stellenweise durch den Staub richtig verstopft. Im Ergebnis hatte der Rasen dann zeitweise Streifen. Und die empfohlene Menge von 30-50 g/m² ist nach meiner Meinung deutlich zu wenig. Das beste, was wir bisher hatten, ist der in Foren empfohlene Rasendünger von Schwab. Mit 40 EUR pro 25 kg Sack nicht grade sehr günstig, aber preislich noch ok. Dafür sehr gut granuliert, und 25 kg reichen genau für eine gute Düngung unserer kompletten Rasenfläche (ca. 110 g/m²). Ein paar feuchte Tage danach und der Rasen sprießt, so dass man zweimal pro Woche mähen kann. Als nächstes will ich mehr organischen Dünger ausbringen, um einen Langzeiteffekt zu forcieren.

Apropos Rasenmähen. Zwei volle Akkus im Bosch-Rasenmäher halten immer noch gut für unsere Rasenfläche. Gemäht wird immer noch jede Woche einmal. Empfehlenswert ist es auch, das Messer regelmäßig (ca. alle 2 Monate) zu schleifen. Entscheidender Tipp dabei ist, nass zu schleifen. Dazu habe ich mir bei eBay eine kleine elektrische Schleifmaschine für 40 EUR gekauft. Nach dem Schleifen geht das Mähen spürbar einfacher und der Akku hält länger. Ich versuche jetzt häufiger auf 4,5 cm runterzumähen, damit die expandierenden Unkräuter im Zaun gehalten werden. Ansonsten versucht der Löwenzahn verstärkt an Land zu gewinnen und muss ab und zu manuell entfernt werden. Wenn aber heißes Wetter angesagt ist, dann mähe ich auf ca. 5,5 cm.

Soviel zu unserer Rasenpflege. Und wie macht ihr das?

Erste Maßnahme im Frühjahr 2011: Abharken
Erste Maßnahme im Frühjahr 2011: Abharken
Günstige Rasendünger sind nicht gut granuliert...
Günstige Rasendünger sind nicht gut granuliert…
... und verursachen dunkle Streifen im Rasen
… und verursachen dunkle Streifen im Rasen
Sehr gut hat sich der Schwab-Dünger gezeigt
Sehr gut hat sich der Schwab-Dünger gezeigt

5 Gedanken zu „Der Kampf für den guten Rasen“

  1. Hallo Alexey,
    das mit dem vertikutieren ist aus rasenbaulicher Sicht nach wie vor eine sehr gute Sache. da ich früher als Greenkeeper sehr viel mit Rasen zu tun hatte kann ich das glaube ich ganz gut beurteilen. Das rechen war aber auch richtig. Wenn vertikutieren nicht im kalten Boden (Luft warm und Boden kalt). Hier braucht es bestimmt noch 4 Wochen bis der Boden richtig warm ist. Dann nicht pflügen sondern vertikutieren. Nur anritzen den Boden. Und sanden kannst Du auf jeden Fall. Die Startdüngung würde ich dann mineralisch machen. Teste doch mal Rasenfloranid von Compo. Super Langzeitwirkung und tolle Startwirkung und sehr gut gekörnt. Zum gleichmäßigen verteilen noch ein Tipp. Aus der Schweiz gibt es den Granomax. Ganz einfach im Handling und ein schön gleichmäßiges Streubild.
    Viel Spaß beim Rasen. Peter

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