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Berufsgenossenschaft Bau lässt grüßen

Gestern kam per Post ein Erhebungsbogen der Berufsgenossenschaft Bau (BG Bau) aus Wuppertal. Die BG Bau prüft als Träger der gesetztlichen Unfallversicherung, dass alle am Bau beteiligten ordnungsgemäß versichert sind. Hätten wir irgendwelche Helfer beschäftigt, müssten wir sie anmelden und ziemlich teuer über BG Bau versichern. Bei unserem Versicherungsmakler IAK gibt’s auch Zusatzversicherungen für Bauhelfer. Wir als Bauherren können uns irgendwie gar nicht gegen Unfall versichern.

Da wir keine Helfer haben oder planen, war das Ausfüllen des Fragebogens sehr einfach. Alle Gewerke übernimmt bei uns formalrechtlich HHB Massivbau GmbH. Auf die Frage „Werden bei der Durchführung Ihres Bauvorhabens ausschließlich Helfer eingesetzt, die für ihre Tätigkeit entlohnt oder anderweitig vergütet werden?“ konnte ich mit den vorgegebenen „Ja“ und „Nein“ nicht wirklich antworten. Da habe ich ein neues Kästchen aufgemacht und geschrieben: „Keine Helfer“.

Die Baustelle haben die Prüfer von BG Bau auch schon zweimal besucht und haben angemahnt, dass die Gerüste fürs Mauerwerk im 1. OG aufgestellt werden soll. So viel Arbeitssicherheit muss natürlich sein. Sonst sagt man der BG Bau nach, dass es eine ziemlich nutzlose und teuere Organisation ist. Man soll auch aufpassen, welche Angaben man dieser gegenüber macht. Sonst kommt auch bei ehrenamtlichen Helfern aus dem eigenen Familienkreis eine teure „Versicherungsrechnung“ auf einen zu.

Baugrube wird verfüllt

Nach zwei Tagen Pause passierte heute eine ganze Menge rund um den Keller. Zwei Teams von HHB Massivbau und von Hasani GbR heizten sich gegenseitig an. An einem Tag wurden also:

  • das nicht benötigte Zuluftrohr abgeschnitten und verschäumt,
  • die Perimeterdämmplatten WLG 035 auf alle Kellerwände verklebt,
  • die Stützsäulen für die spätere Garage gemauert,
  • eine Ringdrainage mit 2 Kontroll- und 5 Versickerungsschächten eingerichtet,
  • das Erdungsband aus Edelstahl rund ums Haus verlegt und in den Heizungsraum eingeführt,
  • die Kellerfensterschächte montiert,
  • die Baugrube mit Sand und wo möglich mit dem vorhandenen lehmigen Aushub angefüllt und verdichtet,
  • der Gartenbereich komplett mit dem Lehm planiert.

Das Haus ist jetzt gut begehbar und wir haben keinen Lehmhaufen mehr. Der angetrocknete Lehm konnte problemlos an vielen Stellen eingebaut werden. Bei Regenwetter hätten wir evtl. ein Problem damit. Natürlich waren ca. 250 m³ Sand, die zusätzlich angefahren werden mussten, auch kein Schnäppchen. Dafür sieht das Haus jetzt aus wie ein Haus und der Garten wie ein Garten. Der Mutterboden kommt erst später darauf, dafür wurde von der künftigen Straßenhöhe etwa 30 cm tiefer gelassen (was heutiger Straßenhöhe entspricht). Auf die Kellerschächte kommen später auch noch die Aufsätze drauf, die sie dann auf die künftige Gelände- bzw. Terassenhöhe führen.

Diese Woche sollen die Gerüste ums Haus augestellt werden. Wenn diese eines Tages weg sind, kommen weitere Erdarbeiten dazu: Kanal- und Hausanschlüsse, Erdwärmebohrungen, Vorbereitungen für die Terasse etc.

Die Baugrube wird verfüllt
Die Baugrube wird verfüllt und verdichtet
Die Garagensäulen stehen bis 80 cm Tiefe bereit
Die Garagensäulen stehen bis 80 cm Tiefe bereit
Jetzt kann man einfach reingehen
Jetzt kann man einfach reingehen
Die erste Gartenansicht vom Haus
Die erste Gartenansicht vom Haus

Aus Weiß wird Schwarz-Rot

Über die Feiertage wurde der Keller schonmal mit Deitermann Superflex S10 abgedichtet. Nach einer Grundierung kamen auf die Kellerwände, Kellersohle und Kellerdecke zwei Schichten Bitumendickbeschichtung drauf. Zwischen den Schichten wurde eine spezielle Gewebefolie eingelegt. Insgesamt soll die Schichtdicke überall mind. 4 mm betragen. Jetzt soll das erstmal trocknen. Dann kommt die Perimeterdämmung drauf. Anschließend wird die Grube mit Sand verfüllt. Das zusammen soll dann den Keller nachhaltig gegen das aufstauende Sickerwasser schützen.

Heute kamen schon die roten Wienerberger Poroton-Steine T12 fürs Erdgeschoss. So wurde aus einer weißen Baustelle quasi über Nacht eine schwarz-rote.

Keller mit KMB-Beschichtung
Keller mit KMB-Beschichtung
Wienerberger Poroton T11,5
Wienerberger Poroton T11,5 für Innenwände
EG-Wände wachsen hoch
EG-Wände wachsen hoch
Der improvisierte Hauseingang
Der improvisierte Hauseingang

Decke drauf!

In zwei Tagen hat HHB Massivbau die Kellerdecke montiert. Die fertige Filigrandecke wurde mit einem mobilen Baukran entladen und mit Bewehrung ausgelegt und dann mit Beton zugegossen. In der Decke sieht man die Aussparungen fürs Treppenhaus, die zwei Fallrohre für Abwasser und den Schornstein. Bald ist der Keller ja schon fertig. Jedenfalls tropft jetzt nicht mehr alles rein, was an Regen runterkommt. 🙂

Die Fertigteile werden geladen
Die Fertigteile werden geladen
Filigrandecke kommt drauf
Die Filigrandecke kommt drauf
Die Bewehrung kommt drauf
Nun kommt die Bewehrung dazu
Betondecke liegt gegossen
Betondecke liegt fertig unter der Folie

Der Keller wächst

Jeden Tag werden neue 30er Kalksandsteine von Xella geliefert. Der Keller wächst und wächst. Man sieht die Feuchtigkeitssperren unter und über der ersten Steinreihe liegen. Die Jungs von HHB Massivbau sind fleißig und vielleicht haben wir Mitte nächster Woche schon die Kellerdecke drauf. Dann haben wir auch viel Glück, wenn es bis dahin nicht viel regnet.

Die Kellerecken stehen
Die Kellerecken stehen schon
Die Kellerwände wachsen auch schon
Die Kellerwände wachsen auch nach

Die Leerrohre für Abwasser und Wärmepumpe
Die Leerrohre für Abwasser und Wärmepumpe
Jetzt sieht man auch schon alle Kellerfenster
Jetzt sieht man auch schon alle Kellerfenster

Kellersohle wird gegossen

Heute wurden im Regen ca. 20 m³ C25/30-Beton in die Kellersohle eingearbeitet. Das Ganze hat nicht einmal eineinhalb Stunden gedauert. Drei Betonmischer kamen pünktlich hintereinander. Somit ist jetzt unsere 25 cm WU-Platte fast fertig und muss nur noch 3-4 Tage unter der Folie langsam austrocknen.

Hier ein kleines 15-Sekundenvideo, das zeigt, wie die Platte gegossen wird.

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Die Betonpumpe ist ein Riesenelefant
Die Betonpumpe ist ein Riesenelefant
Letzter Blick auf die Bewehrung
Letzter Blick auf die Bewehrung
Beton wird verdichtet
Der Beton wird verteilt und verdichtet
Kellersohle fertig unter der Folie
Die Kellersohle liegt fertig unter der Folie

 

Feineinmessung und Bewehrung der Kellersohle

Heute ging es auf der Baustelle richtig los. Punkt 9.00 Uhr kam der Vermesser und drei nette  HHB-Mitarbeiter waren auch schon da. Sorgfältig, mit vielen vielen Messungen wurde millimetergenau ein Schnurgerüst erstellt, der die Kellersohle absteckt. Genau nach diesen Fluchtlinien wurde von HHB ein Betonkasten aus Holz erstellt, der als Schalung dient.

Da sollte als erstes eine Schicht Perimeterdämmung reingelegt werden. Da gab’s schon fast ein Problem, da es von BASF Styrodur keine Dämmplatten der Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) 035 in 10 cm Dicke überhaupt gibt. Geliefert wurden irrtümlicherweise Dämmplatten mit einem λ-Wert von 0,038, was WLG 040 entspricht. Somit ginge das gegen die Vertragsbestimmungen. Außerdem wurde im Wärmeschutznachweis mit einem λ-Wert von 0,035 gerechnet. Eine schnelle Lösung war gefunden. Wir lassen die gelieferten 0,038-Styrodur-Platten einbauen, als Ausgleich wird die Dämmung unter dem Estrich im KG verbessert. Der Wärmeschutznachweis muss natürlich neu gerechnet werden.

Auf die Dämmung kam eine Folie und darauf wurden aufwendig über 1500 kg Stahlgittermatten aufgebaut, die ab morgen den Beton zusammenhalten sollen. Der Fundamenterder ist nicht drin, da er hier wegen der starker Isolierung durch die Dämmplatten keine Wirkung hätte. Dennoch soll die Bewehrung an die Potentialausgleichsschiene angeschlossen werden.

Feineinmessung und Schnurgerüst
Feineinmessung und Schnurgerüst
Bewehrung bereit zum Betonieren
Bewehrung bereit zum Betonieren