Heizung für die Katzenhütte

Nach 3 Monaten harter Übung hat der Kater endlich kapiert, wozu die Katzenhütte gut ist. Jetzt geht er ganz allein nachts durch die chip-gesicherte Katzenklappe in sein Katzenhaus zum Futtern und macht so in der Regel jede Nacht irgendwo durch, ohne uns zu stören.

Damit der Kater auch im Winter in der Hütte nicht friert, habe ich jetzt eine Elektroheizung eingebaut. Nach etwas Recherche habe ich mich für eine selbstgemachte Fußbodenheizung mit auf Alublech geklebten Heizfolien entschieden. Fünf passende Heizfolien 23×33 cm je 15 Watt gab’s bei Conrad. Zwei 1mm-starke Alubleche habe ich mir bei eBay anfertigen lassen. Alles andere war entweder zu teuer oder passte von den Maßen überhaupt nicht. Für eine intelligente Steuerung hab ich mir zwei Bewegungsmelder (via eBay aus China) und einen Temperaturschalter M169 von Kemo zugelegt. Alles natürlich für 12V, damit der Kater keinen Schlag bekommt, selbst wenn er in die Verkabelung beißt (was er normal nicht tut). Zur Ausstattung gehört deswegen auch ein 12V-Netzteil auf 6A, das an der zusätzlich gelegten Steckdose in der Garage hängt.

Der Schaltplan ist relativ komplex geworden. Denn ich wollte, dass die Heizung durchgängig läuft, wenn es sehr kalt wird (unter ca. 5°C in der Hütte). Durch die Dämmung der Hütte und die Garage, entspricht das einer Außentemperatur von vermutlich unter -5°C oder so. Das werde ich mit dem Kemo-Thermostat noch genauer einstellen, wenn es soweit ist. Außerdem soll die Fußbodenheizung etwas laufen, wenn der Kater in der Hütte ist, damit ihm die Pfoten an den Aluplatten nicht frieren. Beide Modi sollen von zwei Glühbirnchen angezeigt werden, die ich in den Rahmen der Katzenklappe draußen eingebaut habe. Durch einen Schalter (den ich noch nicht einbaut habe) kann man das Ganze in den Sommermodus schicken, so dass die Heizung gar nicht läuft und nur ein Kontrolllicht angeht, wenn der Kater in seinem Häuschen ist. Natürlich funktioniert das mit den Bewegungsmeldern nur solange sich der Kater nicht schlafen legt und sich dabei 4 Minuten lang (=maximale Schaltdauer) nicht bewegt. Ansonsten sind die Bewegungsmelder sehr sensibel.

Vier Heizfolien für die Pfotenheizung sind paarweise in Reihe geschaltet und geben insg. 15 Watt Wärme ab – es bleibt abzuwarten, ob das ausreicht. Ansonsten könnte man sie parallel schalten und mit einem 12V-Dimmer herunterregeln. Die fünfte Folie unter den Näpfen heizt (nur bei Frost) volle Kanne mit weiteren 15 Watt. Man muss auch beachten, dass alle Komponenten und Kabel für den relativ hohen Strom (aktuell bis 2,5 A, bei 5 Folien ausbaufähig bis 6,25 A) ausgelegt sind. Deswegen habe ich die Kabelenden mit Wago-Hebelklemmen zusammengeschaltet, obwohl eine Platine mit sinnvoll verteilten Anschlussklemmen sicherlich komfortabler zu verdrahten wäre. Eine kleine Herausforderung war dann, alles in 3 Verteilerkästchen zu verstauen, die genauso wie der Temperaturschalter in die Decke der Hütte integriert wurden.

Der Kater kennt sich mit der Hütte aus
Der Kater kennt sich jetzt mit der Hütte aus
Lämpchen in den Rahmen der Katzenklappe einbauen
Lämpchen in die Katzenklappe einbauen
Lichter zeigen, was in der Katzenhütte los ist
Lichter zeigen, was in der Katzenhütte los ist
Heizfolien werden auf Aluplatten geklebt
Heizfolien werden auf Aluplatten geklebt
Die Verkabelung verläuft unsichtbar in der Wand
Die Verkabelung verläuft unsichtbar in der Wand
In der Hütte sieht man die Bewegungsmelder und Heizplatten
Drinnen: Heizplatten und Bewegungsmelder
Schaltplan der Elektrik für die Katzenhütte
Schaltplan der Elektrik für die Katzenhütte
So sieht die Verdrahtung praktisch aus
So sieht die Verdrahtung praktisch aus
Die Anschlüsse ans Stromnetz und an die Lämpchen
Die Anschlüsse an Strom und die Lämpchen

13 Gedanken zu „Heizung für die Katzenhütte“

  1. Wow…absolut genial!
    Wir haben ja auch Fellnasen und zumindest einer bereitet uns jetzt schon Kopfschmerzen, weil er der totale Freigänger ist. Die anderen Zwei kommen immer schön rein, wenn man sie ruft und finden es draußen auch gar nicht so spannend.
    Das ist wirklich eine tolle Lösung, um keinen Ärger mit den neuen Nachbarn zu riskieren 🙂
    Liebe Grüße

  2. Das ist mal eine spitzen Idee.

    Für euren Blog hätte ich noch eine interessante Idee. Magst Du dich per eMail gerne mal bei mir melden?

    Viele Grüsse
    Maik

  3. das haus ist genial. kannst du uns die „baupläne“ mailen. unser kater ist freigänger und hält uns sonst immer nachts auf trab.
    danke. lg jenny

    1. Es gibt leider keine schriftlichen Baupläne für die Hütte. Ihr könnt aber hier nachlesen und auf den Fotos nachsehen, wie das Haus entstanden ist.

  4. Hi,
    gute Lösung!
    Ich habe letzte Woche ebenfalls eine Heizung in unsere Katzenhütte eingebaut. Habe dazu eine Lichtschranke benutzt. Diese ist im Haus (also nicht als Durchgangsmelder am Eingang, sondern als Anwesenheitsmelder im Haus) installiert. Ist die Katze im Haus, wird die Lichtschranke unterbrochen und die Heizung (Heizmatte aus dem Terrarium-Bedarf, 20Watt) eingeschaltet. Das hat im Vergleich zu einem Bewegungsmelder den Vorteil, daß die Heizung auch läuft, wenn die Katze schläft (sich also nicht bewegt).
    Kosten:
    gebrauchte Lichtschranke bei ebay: 1.-
    Heizmatte (ebay): 20.-

    1. Auch eine sehr elegante und sichere Lösung mit der Lichtschranke, wenn die Katze in der Hütte nicht aus dem Strahl gehen kann.

  5. Das ist ja mal eine Super Idee.
    Auch das mit dem Bewegungsmelder finde ich sehr gut.
    Wie verlief das in der Praxis ?
    Hat es so geklappt wie es gedacht war?

  6. Das ist ja echt ne tolle Sache. Schön warm hat der Kater es jetzt 🙂
    Zeig ich erstmal meinem Mann, ich möchte auch so eine tolle Hütte für unsere Raubkatze!

    Grüße

    1. Ja, absolut ausreichend, auch nicht zu viel. Der Kater heizt ja selber auch mit. Sogar im Winter ist es, wenn er drin ist, 15-20 Grad. In der Garage wird ja auch an sich nicht frostig kalt, da die Autos auch die Restwärme abgeben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.